Bremgarten
Nach Abgang im Reusspark: Ehemalige Direktorin soll auch den Stiftungsrat des Spitals Muri verlassen

Die Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Bremgarten beschäftigte sich mit dem Thema Gesundheit. Es liegt an ihnen zu entscheiden, wer sie nun im Stiftungsrat Spital Muri vertritt. Zudem wurden sie darüber informiert, wie sich die neue Gesundheitspolitik des Kantons auf ihre Bevölkerung im Freiamt auswirkt.

Melanie Burgener
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In der Stadt Bremgarten und den weiteren Gemeinden des Bezirks ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aktuell ein grosses Thema.

In der Stadt Bremgarten und den weiteren Gemeinden des Bezirks ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aktuell ein grosses Thema.

Marc Ribolla
(20.5.2022)

Die Gesundheitsversorgung beschäftigt die Herren und Frauen Gemeindeammänner in der ganzen Schweiz. Am Dienstagabend diskutierte die Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Bremgarten das Thema gleich in mehreren Bereichen. Einerseits mussten sich die Anwesenden während der Versammlung mit dem Stiftungsrat des Spitals Muri auseinandersetzen.

«Es ist ein Thema, das immer wieder auftaucht. Wie eine alte Meches, die man wieder auffrischt», kündete der Präsident der Vereinigung und Stadtammann von Bremgarten, Raymond Tellenbach, an. Die Vereinigung muss jeweils eine Vertretung für den Stiftungsrat stellen. Aktuell trägt Alexandra Heilbronner, die ehemalige Direktorin des Reussparks dieses Amt.

Alexandra Heilbronner, ehemalige Direktorin Reussparks muss nun aus dem Stiftungsrat des Spitals Muri austreten.

Alexandra Heilbronner, ehemalige Direktorin Reussparks muss nun aus dem Stiftungsrat des Spitals Muri austreten.

Severin Bigler (23.4.2021)

Weil sie die Institution im Gnadenthal nach nur zehn Monaten im Herbst 2021 wieder verlassen hat, waren die Gemeindeammänner der Meinung, dass man sie nun auch aus dem Stiftungsrat rauskomplementiert. Wer diese Aufgabe übernimmt, ist noch nicht klar. Die Vertretenden der Gemeinden können nun Vorschläge einreichen. «Bis Mitte Dezember sollten wir die Nomination hinbringen», schloss Tellenbach.

Zusammenschluss der Spitex könnte die Lösung sein

Sorgen bereitet vielen Gemeinden auch die gesundheitliche Versorgung ihrer Bevölkerung. Es gibt immer weniger Hausarztpraxen und auch das Pflegepersonal verlässt nach und nach die Branche. Das alles in einer Zeit, in der die Lebenserwartung der Menschen immer höher wird.

Abhilfe könnte der Regierungsrat mit seiner Gesundheitspolitischen Gesamtplanung 2030 (GGpl) schaffen. Wie diese revidierte Gesundheitspolitik Einfluss auf die Region haben könnte, erfuhr die Gemeindeammännervereinigung in einem Vortrag.

Sie wurden von Generalsekretär Stephan Campi und Barbara Hürlimann, Leiterin der Abteilung Gesundheit – beide vom Departement Gesundheit und Soziales, über den neuen Planungsbericht und dessen laufende Anhörung informiert. Als Zukunftslösung wurde darin unter anderem ein Zusammenschluss verschiedener Gemeinden in einem Gesundheitsbereich genannt, beispielsweise der Spitex oder den Pflegeheimen.