Bremgarten
Nachzügler Bürgi verhindert stille Wahl von Fiechter: Das Duell um das Amt des Friedensrichters ist eröffnet

Nun gibt es also doch noch Kampfwahlen um das Amt des Friedensrichters des Kreises VII im Bezirk Bremgarten. Am 13. Februar stellen sich Matthias Fiechter (GLP) aus Oberwil-Lieli und Urs Bürgi (FDP) aus Oberlunkhofen der Wahl.

Nathalie Wolgensinger
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Zwei Kandidaten haben sich für die Ersatzwahlen zum Friedensrichter des Kreises VII gemeldet.

Zwei Kandidaten haben sich für die Ersatzwahlen zum Friedensrichter des Kreises VII gemeldet.

Sandra Ardizzone (6.6.2019)

Im Bezirk Bremgarten stehen am 13. Februar schon wieder Ersatzwahlen für das Amt des Friedensrichters des Kreises VII an, weil einer der Friedensrichter demissioniert. Der Kreis VII umfasst die Gemeinden Arni, Berikon, Bremgarten, Eggenwil, Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen, Oberwil-Lieli, Rudolfstetten-Friedlisberg, Unterlunkhofen, Widen und Zufikon.

Innerhalb der Anmeldefrist für den ersten Wahlgang meldete sich bloss Matthias Fiechter (GLP, Oberwil-Lieli) als Kandidat an. Wenn sich bloss ein Kandidat meldet, muss eine Nachmeldefrist von fünf Tagen angesetzt werden. Während dieser Frist, die bis 27. Dezember lief, meldete nun auch Urs Bürgi (FDP, Oberlunkhofen) sein Interesse für das Amt an.

Er sagt: «Ich habe bewusst abgewartet, um zu sehen, wer sich meldet.» Dass sich mit Matthias Fiechter (Jahrgang 1981) bloss ein Kandidat und dazu noch der Letztplatzierte aus den vergangenen Wahlen im September meldete, wertet der ehemalige Oberlunkhofer Gemeinderat als gute Ausgangslage für seine eigenen Wahlchancen.

Der 58-jährige Bürgi kommentiert dies wie folgt: «Man kennt mich in der Region, ich bin hier verwurzelt und habe zehn Jahre lang im Gemeinderat mitgearbeitet.» Dies und die Tatsache, dass bloss zwei Kandidaten zur Auswahl stehen, wertet er als intakte Chancen, um als neuer Friedensrichter gewählt zu werden.

Im November konnte Urs Bürgi seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden

Die Stimmberechtigten hatten bereits im September des vergangenen Jahres zwei neue Friedensrichter für den Kreis VII zu bestimmen. Im ersten Wahlgang erreichte nur Yvonne Stark (parteilos) aus Zufikon mit 5184 Stimmen das absolute Mehr und konnte damit einen der freien Sitze ergattern. Von den drei restlichen Kandidaten schaffte es Urs Bürgi auf den zweiten Platz mit 3570 Stimmen. Alois Felder (Die Mitte) aus Zufikon belegte mit 3294 Stimmen den dritten Platz. Matthias Fiechter (GLP) Oberwil-Lieli lag mit 2387 Stimmen auf dem letzten Platz.

Im November des vergangenen Jahres fand der zweite Wahlgang statt. Zu diesem traten nochmals dieselben Kandidaten an. Urs Bürgi konnte seiner Favoritenrolle jedoch nicht gerecht werden. Im zweiten Wahlgang erreichte er mit 3664 Stimmen nur den zweiten Platz. Matthias Fiechter lag mit 2895 Stimmen erneut auf dem letzten Platz. Der strahlende Sieger hiess damals Alois Felder. Der Mitte-Kandidat aus Zufikon übertrumpfte Konkurrent Bürgi um 120 Stimmen. Mit 3784 Stimmen wurde er somit zum neuen Friedensrichter gewählt.

Nur knapp drei Monate später wird nun also auch einer der damaligen Verlierer dennoch als Friedensrichter gewählt werden. Damit hätte damals wohl keiner der Beteiligten gerechnet.

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