Büttikon

Chauffeur Jens musste reanimiert werden – Vater und Chef bangen um ihn

Zwei Lastwagen sind am Montagmorgen zwischen Büttikon und Sarmenstorf frontal ineinander geknallt. Einer der Chauffeure war dem Tod nahe und wurde reanimiert. Im Spital kämpften die Ärzte stundenlang um sein Leben.

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Die beiden ausgebrannten Sattelschlepper auf dem Unfallplatz.

Die beiden ausgebrannten Sattelschlepper auf dem Unfallplatz.

TO

Chauffeur Jens sass in der Führerkabine, als es am Montag, um 11 Uhr, zum Horrorcrash kam. Dann begann sein Lastwagen auch noch zu brennen. Doch er überlebte: Ein Helikopter brachte den schwer verletzten Deutschen ins Spital.

Sein Vater Hans Unverricht ist nach Aarau gereist. Er schildert Tele M1, welche Gedanken ihm durch den Kopf schossen: «Lebt er oder lebt er nicht?», sagte er. «Wenn jemand eingeklemmt ist, gibt es immer Probleme.»

Sein 30-jähriger Sohn musste auf dem Flug ins Spital wiederbelebt werden. Im Kantonsspital Aarau kämpften die Ärzte acht Stunden lang um sein Leben, wie Tele M1 berichtet.

«Die Milz musste ihm entfernt werden», erzählt sein Vater. Ebenso ein Stück des Darms. Er habe viele Schnittwunden, wahrscheinlich durch die geborstenen Scheiben. Und er müsse noch viele kleinere Operationen durchstehen.

Der Chauffeur arbeitet seit acht Jahren für die Transportfirma Koch. Sein Chef Franz Koch steht noch unter Schock: «Der Betrieb ist sozusagen lahmgelegen ein paar Minuten. Es war für alle ein Riesenschock.»

Zwei Lastwagen stiessen frontal zusammen, worauf beide Feuer fingen
12 Bilder
Zwischen Büttikon und Sarmenstorf sind am Montagmorgen zwei Lastwagen frontal zusammengestossen
Warum es zur Kollision auf dem geraden Strassenstück kam, ist noch unklar
Die Lastwagen brannten komplett aus

Zwei Lastwagen stiessen frontal zusammen, worauf beide Feuer fingen

Toni Widmer

Unfallstelle erst nach 24 Stunden wieder instand gestellt

Die beiden Lastwagen brannten vollständig aus. Erst rund 24 Stunden später war die Unfallstelle so weit aufgeräumt und die Strasse instand gestellt, dass die Ortsverbindung wieder dem Verkehr übergeben werden konnte. In der Zwischenzeit rollte der ganze Durchgangsverkehr über die engen Strassen von Uezwil.

Die Bergung der beiden Lastwagen hatte sich als äusserst aufwendig erwiesen. Weil beide Fahrzeuge nicht mehr rollbar waren, mussten sie auf Tieflader verladen werden. Dazu war ein Autokran nötig. Die Räumung der Unfallstelle zog sich am Montag bis weit nach Mitternacht hin.

Weil der Strassenbelag durch die beim Brand entstandene enorme Hitze beschädigt worden war, musste er am Dienstagmorgen erst durch eine Equipe des Unterhaltsdienstes instand gestellt werden, bevor die Strasse wieder befahren werden konnte. Die Reparatur ist jedoch nur provisorisch, eine definitive Sanierung steht noch aus.

Zur Unfallursache gab es am Dienstag noch keine neuen Erkenntnisse. Sicher ist, dass der Unfall vom Chauffeur verursacht wurde, der mit seinem Sattelschlepper von Sarmenstorf in Richtung Büttikon gefahren ist. Er war mit seinem Gefährt ins Schleudern geraten und in den entgegenkommenden Laster geprallt. (pz/to)