Sterndeutung

Das laufende Jahr soll ruhiger werden

Astrologin Myrtha Keusch-Schriber aus Boswil wusste, dass 2020 kein gutes Jahr werden würde – 2021 soll es immerhin ruhiger werden.

Pascal Bruhin
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Myrtha Keusch-Schriber beobachtet die Sterne genau.

Myrtha Keusch-Schriber beobachtet die Sterne genau.

Bild: Britta Gut

Dass 2020 ein herausforderndes Jahr für die gesamte Ge­sell­schaft werden würde, las Diplom-Astrologin Myrtha Keusch-­Schriber aus Boswil schon in den Sternen, noch bevor Corona vom mexikanischen Bier zum allgegenwärtigen Virus mutierte. «Wir Astrologen wussten, es kommt etwas auf uns zu.»

Der 12. Januar 2020 machte mit einem astrologischen Gipfeltreffen den Anfang. Die Planeten Pluto und Saturn trafen im Tierkreiszeichen Steinbock aufeinander. Zuletzt war dies 1982 im Tierkreiszeichen Waage der Fall. «Eine Konjunktion von Planeten bedeutet stets den Beginn eines Prozesses, dessen Auswirkungen wir noch nicht kennen», sagt Keusch, die sich seit über 25 Jahren mit der Sterndeutung beschäftigt. «Die Verbindung von Saturn und Pluto hat etwas Absolutes an sich. Es geht um Tiefe und um Klarheit», erläutert sie. Saturn stehe dabei für Grenzen, Strukturen, Verantwortung und die Konzentration auf das Wesentliche. Pluto hingegen für Wandel, Krisen, Tiefgründigkeit und Echtheit.

«Wenn diese beiden Planeten zusammentreffen, gilt es ernst. Alles, was nicht mehr stimmig und nur von einer äusseren Fassade getragen ist, wird heruntergerissen. Saturn und Pluto überprüfen hartnäckig, ob das Fundament genügend Halt gibt.»

Viele Menschen suchen in der Pandemie bei ihr Rat

Aufgrund des Langzeitzyklus sei diese Konstellation weichenstellend für die kommenden Jahre. Dass sich die beiden Planeten zusammen mit einer Ballung weiterer Planeten im Erdkreiszeichen Steinbock trafen, deutete zudem auf eine Rückbesinnung auf die elementaren Werte, die Natur, aber auch auf Eigenverantwortung hin.

Keusch sieht denn auch im Jahr 2020 nicht nur Negatives: «Es war kein schlechtes Jahr, sondern ein weichenstellendes.» Für Keusch selbst war das vergangene Jahr vor allem sehr arbeitsreich. «Wenn Menschen Angst haben, suchen sie Halt.» Auch bei ihr. Themen, die ihre Kunden beschäftigten, waren insbesondere berufliche Fragen und die Gesundheit.

«Die Pandemie selbst aber habe auch ich nicht vorhergesehen», gibt Keusch offen zu. Wichtig sei es, die Sternenkonstellationen immer mit dem aktuellen Zeitgeschehen abzugleichen. Rückblickend sieht sie jedoch den Verlauf der Pandemie in den Sternen. Auch dass gegen Ende 2020 eine Impfung verfügbar sein würde, entlockte sie den Himmelskörpern. «Da sich am 21. Dezember die Planeten Jupiter und Saturn zu einer Konjunktion im Wassermann trafen, erahnte ich es, dass der Impfstoff Ende Jahr kommt», sagt Keusch. «Jupiter ist der Planet des Glücks und Erfolgs. Im Tierkreiszeichen Wassermann treibt er die Forschung enorm voran.» Saturn hingegen sei der Planet der Grenzen und Möglichkeiten. «Er bewegt sich langsamer als der Jupiter und überprüft nachträglich, was von den wissenschaftlichen Erkenntnissen oder anderen Neuerungen wirklich brauchbar und nachhaltig ist. Saturn zeigt uns die Grenzen der Wissenschaft auf. Das heisst, wir müssen alles mit Vorsicht geniessen und beobachten.»

Begonnene Themen werden 2021 fortgesetzt

Zeigen die Sterne denn nun auch das Ende der Pandemie an? Oder gar eine dritte Welle? Dazu will sich Keusch nicht äussern. «Das Jahr 2021 aber wird definitiv weniger herausfordernd als das letzte Jahr», meint sie. «Doch es findet eine Fortsetzung der begonnenen Themen statt. Das neue Jahr wird viele Veränderungen, Neuerungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und gesetzliche Regelungen bringen. Auch im sozialen, ­humanitären Bereich. Die Freizeitgestaltung wird sich ändern, echte, treue Freunde werden wichtiger sein als viele unpersönliche Kontakte.»

Uranus im Stier sorgt auch im neuen Jahr für Distanz

Dass Grossveranstaltungen bald wieder möglich sein werden, bezweifelt Keusch mit Blick nach oben: «Saturn im Wassermann steht auch für eine Dezimierung von Gruppierungen. Zusätzlich mischt Uranus im Stier mit, der für eine Veränderung der ­bestehenden Werte und für Di­stanz sorgt.» Eine erste Hinterfragung der Neuerungen und Erkenntnisse könne es bereits Ende Januar bis etwa 20. Februar geben. «Eine gewisse Stabilisierung sehe ich ab Mai.»

Wer im Sternzeichen Fische, Zwilling oder Jungfrau geboren ist, kann sich freuen. Für sie sieht Keusch ein tendenziell gutes Jahr 2021 voraus. Mit überraschenden Wendungen und hemmenden Einflüssen tangiert seien hingegen Stiere, Löwen, Skorpione und Wassermänner. Anspruchsvoll dürfte es auch für Steinböcke, Widder, Krebse und Waagen werden. Doch auch ihnen will die Astrologin Mut machen: «Wir sehen im Horoskop die Herausforderungen, doch echte Durchbrüche entstehen oft genau in diesen Zeiten.»