Muri

Durch das neue Verkehrsregime erhält jeder Bus seine eigene Haltestelle

Einbahnverkehr soll die enge und unübersichtliche Verkehrssituation entlang der Bahnhof- und der Aarauerstrasse in Muri entschärfen.

Eddy Schambron
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Jeder Bus soll seine eigene Haltestelle erhalten.

Jeder Bus soll seine eigene Haltestelle erhalten.

Heute herrschen auf der Bahnhofstrasse in Muri nicht selten beengte Verhältnisse zwischen Postauto, privaten Fahrzeugen und Fussgängern. Zu Spitzenzeiten kommt es zudem oft zu einem mehr oder weniger grossen Verkehrsgedränge vor dem Bahnhof selber. Das soll sich ändern: Mit einem neuen Verkehrsregime soll ein geordnetes öffentlichen und privates Verkehrssystem entlang der Bahnhof- und der Aarauerstrasse geschaffen werden.

Postauto und Busse werden im Einbahnregime von Süden her zum Bahnhof geführt, wo sie die Terminals direkt und ohne Umwege anfahren. Jeder Bus erhält so eine eigene Buskante. Das ermöglicht kürzere Umsteigezeiten und durch die versetzte Anordnung ein flexibleres Ein- und Ausfahren der Busse. Der Ein- und Ausstieg wird neu an überdachten Haltestellen mit direkter Verbindung zu den Gleisen ermöglicht. Es wird von sieben bis acht Busterminals ausgegangen, um den langfristigen Bedarf abzudecken. Drei Terminals sind für die längeren Gelenkbusse sowie ein bis zwei Terminals als Reserve eingeplant.

Park + Ride am alten Platz

Für den motorisierten Individualverkehr gibt es Zu- und Wegfahrten in die Bahnhofstrasse und zur Park + Ride-Anlage im Norden. Die Verkehrsführung und das geplante Einbahnregime entlang der Bahnhofstrasse lassen nur Such- und Kundenverkehr für die Kurzzeitparkplätze für das in den Erdgeschossen angesiedelte Gewerbe erwarten. Die Park + Ride-Anlage mit einer zusätzlichen eigenen Ein- und Ausfahrt in nördlichen Teil, beim früheren Güterschuppen angesiedelt, belastet das Einbahnregime nicht. In den geplanten Tiefgaragen könnten allenfalls zusätzliche Parkflächen für Kunden bereitgestellt werden, die das Einbahnregime in der Bahnhofstrasse ebenfalls nicht tangieren würden.

Durchgängig für Fussgänger

Die Führung des Langsamverkehrs erfolgt einerseits über die Bahnhofstrasse und andererseits über die internen öffentlichen Fusswegverbindungen zwischen den Baufeldern. Ein einladender Durchgang für Fussgänger im Erdgeschoss der Gebäude in den Baufeldern wird dabei als zwingend betrachtet. Die Kantonsstrasse soll, weil es «deutlich mehr Sinn machen würde», möglichst im Süden gequert werden. Eine gute Lösung wäre, die Fussgänger durch den Park auf dem Areal der heutigen Villa Wild zu führen, damit diese danach südlich der Kreuzung über die Strassen gehen könnten. Da der Gemeinderat auf einer direkten Verbindung mit dem nordseitigen Trottoir des Nordklosterrains (Eingang Pflegi) besteht, wird diese Querung jedoch in den Orientierungsinhalt des Gestaltungsplans aufgenommen.