Bremgarten

Ein Zeichen für Familien und die Jugend im Reussstädtchen

«Für die Reichen wird gebaut, über die Anderen lieber weggeschaut» oder «Immobilienhaie zu Fischstäbli», das sind zwei der Parolen, die seit Montag an den Wänden der ehemaligen Garage Rauch an der Zürcherstrasse in Bremgarten prangen.

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Zwei Parolen an der ehemaligen Garage Rauch.

Zwei Parolen an der ehemaligen Garage Rauch.

Andrea Weibel

Die Sprayereien sind vom Eigentümer erlaubt. «Die Garage soll abgerissen und durch riesige Geschäftshäuser ersetzt werden», erklärt Raquel Schmid, Naturheilpädagogin und Mutter dreier Kinder. «So verschwindet aber auch Platz für Bremgarter. Dagegen wollten wir ein Zeichen setzen.»

Eine der Parolen.

Eine der Parolen.

Andrea Weibel

Schmid verfolgt zwei Anliegen: Die Stadt soll dafür sorgen, dass nicht nur neue Firmen Platz bekommen, sondern auch mehr Raum geschaffen wird, wo sich besonders die junge Generation künstlerisch austoben kann, «denn sonst lassen sie ihre Wut auf den Strassen raus». Andererseits sei es auch schade um jede Minute, in der solche Räume wie jene der Rauch-Garage leer stehen.

Mit bunter Kreide wurde gewerkelt

Mit bunter Kreide wurde gewerkelt

Andrea Weibel

«Solange nicht klar ist, was damit passiert, könnten sie günstig als Jugendräume oder Ateliers vermietet werden, auch wenn es nur für ein halbes Jahr ist», so Schmid. Darüber informierten sie und über 100 Gleichgesinnte die Passanten und Besucher des Pfingstmarktes. (aw)