Sins/Reussegg

Entwicklung für den «Hestarhof» ermöglichen

Das Mitwirkungsverfahren ist vorbei, die kantonale Vorprüfung absolviert, jetzt kommt der Gestaltungsplan Hestarhof ins Auflageverfahren. Mit ihm wird die weitere Entwicklung des seit 1975 bestehenden «Hestarhof» in Reussegg ermöglicht. Die Unterlagen sind bis 1. März auf der Gemeindekanzlei öffentlich aufgelegt.

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Der «Hestarhof» in Reussegg braucht die richtigen Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung. ES

Der «Hestarhof» in Reussegg braucht die richtigen Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung. ES

Eddy Schambron

Was vor 40 Jahren mit zwei Arbeitskräften und sieben Islandponys begann, ist zu einem der grössten Islandpferde Ausbildungs- und Therapiezentrum in der Schweiz herangewachsen. Zurzeit kümmern sich acht Mitarbeitende um die rund 55 Islandpferde. Um die Weiterentwicklung des Betriebs sicherzustellen, mussten neue Möglichkeiten geprüft werden, wie der Gemeinderat festhält. Mit der Melioration von Reussegg wurde die Schaffung der «Spezialzone Pferdesport Hestarhof» ermöglicht. Bei der Revision der Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde Sins wurde die Spezialzone ausgeschieden. Das gestaltungsplanpflichtige Areal umfasst eine Fläche von rund 0,7 ha und ist zu einem länglichen Rechteck arrondiert. Das Areal wird ab der Kantonsstrasse und der Hofzubringerstrasse zum «Melklihof» erschlossen.

Optimale Nutzung

Die Hauptaufgabe des Richtprojektes besteht darin, die benötigten Bauten und Anlagen, die aufgrund ihrer Grössen nicht in bestehende Strukturen integriert werden können, so zu platzieren, dass eine optimale Nutzung des Geländes möglich wird, schreibt der Gemeinderat weiter. Gleichzeitig ist auch eine gute Integration ins Landschaftsbild anzustreben.

Die Reithalle mit längsseitig angegliederten Einzelboxen mit Auslauf verfügt über Nebenräume, einen überdeckten Vorbereitungsplatz mit angegliedertem dreiteiligem Laufstall mit den nötigen Ausläufen. Weitere Räume sind vorgesehen für Theorie- und Verkaufsräume, eine «Reiterstube», betriebsbedingte Nebenräume, sowie die nötigen technischen und sanitären Installationen. Für die Reithalle ist eine Schrägdachkonstruktion vorgesehen, wobei die längsseitigen Vordächer als Flachdächer geplant sind, um das Erscheinungsbild optisch zu verringern. Damit dennoch eine Gliederung der Volumetrie an Hauptgebäude erreicht werden kann, ist für die Fassade ein Stützenraster geplant.

Der überdachte Longierzirkel kann zum Freilaufen, wie auch zum professionellen Longieren genutzt werden. Der Freilaufstall besitzt zwei Abteile für je drei bis vier Islandpferde und den dazugehörenden Ausläufen sowie drei Einzelboxen. (az)