Sins

Gemeinderat geht selber wieder auf Hausarztsuche

Der Gemeinderat will sich engagieren, dass die hausärztliche Versorgung auch in Zukunft gewährleistet bleibt.

Eddy Schambron
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Der Gemeinderat sorgt sich um die hausärztliche Grundversorgung. (Symbolbild)

Der Gemeinderat sorgt sich um die hausärztliche Grundversorgung. (Symbolbild)

Keystone/APA Zentralbild/

Für die Gemeinde ist es eine herbe Enttäuschung. Das Spital Muri stellt den Sprechstundenbetrieb im Ärztezentrum Sins Ende Juli ein, weil nach dem Abgang von ärztlichen Personal kein Ersatz gefunden werden konnte.

Nach diversen Abgängen im ärztlichen Team könne der Dienst im oberen Freiamt in der hausärztlichen Grundversorgung nicht mehr erfüllt werden, liess das Spital verlauten. Der Gemeinderat nimmt das nicht tatenlos hin, sondern will in einer vermittelnden Rolle dafür sorgen, dass auch in Zukunft die hausärztliche Grundversorgung sichergestellt ist. Das heisst nichts anderes, als dass er sich selber auf die Suche nach Hausärzten für die Gemeinde Sins macht.

Fortwährendes Engagement

Das macht er nicht zum ersten Mal: Bereits vor längerer Zeit habe der Gemeinderat Sins mit den Betreibern der Gruppenpraxis in Sins –Dr. Rolf Glauser und Dr. Jürg Koller – den Kontakt zur Sicherstellung der ärztlichen Grundversorgung gesucht, hält er fest.

Die Bemühungen und Kontakte zu privaten Organisationen zur Erhaltung der Ärztepraxis in Sins seien erst aufgegeben worden, als sich die Übernahme der Hausarztpraxis Glauser durch das Spital Muri vor gut zwei Jahren abzeichnete, hält der Gemeinderat fest. Nachdem nun das Spital wegen Hausarztmangels den Sprechstundenbetrieb im Ärztezentrum in Sins per Ende Juli einstellen wird, sieht sich die Sinser Behörde erneut in der zuvor erwähnten Rolle.

Verschiedene Wege

«Für den Gemeinderat ist die Organisation einer gut funktionierenden Hausarztpraxis von zentraler Bedeutung. Der Betrieb einer Praxis mit selbstständigen und unabhängigen Ärzten steht in der Neuausrichtung somit wieder im Vordergrund», heisst es weiter. Die Gemeindebehörde werde allenfalls externe Unterstützung in dieser Thematik beiziehen. «Aus Sicht des Gemeinderats führen verschiedene Wege zum Ziel. Die nähere Anbindung des Oberfreiamts an das Spital Muri scheint aber vorerst gescheitert.» In den nächsten Wochen gelte es, die Neuausrichtung offen und neutral anzugehen. «Die nachhaltige Planung und Umsetzung des Vorhabens ist für die Bevölkerung aber auch für die Institutionen der Gemeinde wichtig.»