Wallenschwil/Beinwil
In der Turmkugel der Kapelle war nichts zu finden

Die Gesamtrenovation der Kapelle St. Laurentius kostet 290 000 Franken. An der letzten Renovation 1963 wurde der Verputz im Innern und Äussern mit einer Dispersionsfarbe gestrichen.

Eddy Schambron
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In die Vorfreude auf eine renovierte Kapelle St. Laurentius in Wallenschwil mischt sich eine kleine Enttäuschung: In der Turmkugel war nichts. «In 90 Prozent der Fälle befinden sich Unterlagen darin, die Informationen über frühere Zeiten geben», sagt Architekt Werner Lindegger. Manchmal sind die Unterlagen auch von Insekten zerfressen, wenn die dafür verwendete Urne nicht komplett abgedichtet war. Auch Sigrist Werner Leuthard hätte schwören mögen, dass bei der letzten Renovation der kleinen Kapelle 1963 Dokumente in der Kugel deponiert wurden. «Aber offenbar war das nicht der Fall», zeigte auch er sich enttäuscht.

Hagelschaden

Die Renovation der Kapelle wurde auch notwendig, weil im Juni 2008 die Westfassade der Kapelle durch einen starken Hagelschlag beschädigt wurde. Nachdem die Tripol Architekten AG, Littau, weitere Mängel aufzeigte, genehmigte die Kirchgemeindeversammlung Beinwil im November 2010 einen Kredit für die Innen- und Aussenrenovation von 290000 Franken. «Mit der Renovation wollen wir nicht nur die Kapelle umfassend erneuern, sondern auch die Bevölkerung auf sie aufmerksam machen», sagt Kirchenpflegepräsidentin Irene Hofstetter. Die Kapelle im Weiler Wallenschwil bietet Platz für 60 Personen.

Über 50 Paare haben sich hier schon das Ja-Wort gegeben, meistens gebürtige Wallenschwiler. «Sie werden wir alle anschreiben und sie um Unterstützung für die Renovation bitten.» Das Organisationskomitee, dem neben Hofstetter und Kirchenpfleger Sepp Brunner auch die Sakristanin Silvia Leuthard, der Heimweh-Wallenschwiler Albert Wey, Paul Villiger und Stefan Bucher angehören, plant selbstverständlich schon jetzt ein schönes Einweihungsfest am 21. August.

Falsche Farbe

An der letzten Renovation der Kapelle 1963 wurde der Verputz im Innern und Äussern mit einer Dispersionsfarbe gestrichen. «Dieser Anstrich verunmöglicht einen guten Feuchtigkeitsaustausch», erklärt Architekt Werner Lindegger von der Tripol Architekten AG. Er kommt weg und wird durch einen mineralischen ersetzt. Die Bänke werden aufgefrischt, der Estrichboden isoliert, der Holzboden neu versiegelt. Der Altar wird sanft restauriert. Selbstverständlich werden Uhr, Turmkugel und das Zierwerk der Spitze neu vergoldet und das Uhrwerk überholt.

Die Metallschilde erhalten neue Farbe. Die zwei Glöcklein werden instand gestellt, damit sie wieder pünktlich um 6, 11 und 19 Uhr läuten können. Noch nicht definitiv entschieden ist, wie der heute asphaltierte Zugang zur Kapelle gestaltet wird.

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