Tägerig

In Tägerig gibt es drei Kandidaten für zwei freie Gemeinderats-Sitze

Die Orts-SVP schickt einen weiteren Kandidaten in den zweiten Wahlgang um die beiden verbleibenden Sitze im Tägliger Gemeinderat. Damit gibt es insgesamt drei Kandidaten für zwei Sitze - es kommt am 24. November zum zweiten Wahlgang.

Dean Fuss
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Blick auf Tägerig.

Blick auf Tägerig.

Aargauer Zeitung

Die Tägliger SVP stellt mit Michael Mäder einen weiteren Kandidaten für den zweiten Wahlgang um die beiden noch freien Sitze im Gemeinderat. Dies teilte Parteipräsident Matthias Moser gestern mit.

Weil im ersten Wahlgang der Gemeinderatswahlen vom 22. September bereits ihre drei Bisherigen Matthias Moser, Beat Nietlispach und Thomas Widmer wiedergewählt wurden, wäre die SVP bei einem Erfolg Mäders ab dem kommenden Jahr mit vier Gemeinderäten in Tägerig vertreten.

Obwohl im ersten Wahlgang neben den drei Bisherigen SVPlern mit dem parteilosen Christian Vogel nur vier Kandidaten angetreten waren, hatte Vogel das absolute Mehr um 29 Stimmen verpasst. Weil er seine Kandidatur zu spät angemeldet hatte, war er in den Wahlunterlagen nicht aufgeführt gewesen. Kurz nach der verpassten Wahl hatte Vogel bekannt gegeben, dass er auch im zweiten Wahlgang nochmals antreten werde.

Kurz vor Ablauf der Anmeldefrist war schliesslich am Mittwochmorgen bekannt geworden, dass sich CVP-Mitglied Helena Zimmermann-Schwegler als zweite Kandidatin neben Vogel für den zweiten Wahlgang angemeldet hatte. Darauf reagiert nun die SVP mit der Nominierung von Michael Mäder – die Nachmeldefrist für den zweiten Wahlgang läuft noch bis zum kommenden Freitag, 11. Oktober.

«Am Tag unserer Wahlfeier vom vergangenen Mittwoch haben wir von der Kandidatur für den fünften Sitz erfahren», sagt der Tägliger SVP-Präsident und Gemeinderat Matthias Moser. Aus der geplanten Feier sei so eine Sitzung zur Beratung der neuen Ausgangslage geworden.

Auf der Suche nach einem weiteren Kandidaten habe man sich wegen seines Hintergrundes als Immobilienfachmann schnell auf den 27-jährigen Mäder fokussiert, so Moser. «Wir stiessen bei ihm auf offene Ohren.» Zuerst habe Mäder das Ganze aber mit seiner Familie absprechen wollen. «Nach einem gut 20-minütigen Telefonat mit seiner Frau hat er uns schliesslich das OK gegeben, für den zweiten Wahlgang zu kandidieren.»

Moser: «Kein persönlicher Angriff»

Obwohl Mäder als Reaktion auf Zimmermann-Schweglers Kandidatur ins Rennen geschickt wird, ist es Moser wichtig, zu betonen, dass die SVP keinesfalls jemanden diffamieren wolle. «Wir greifen niemanden persönlich an, sondern die kurzfristige Nomination an sich.» Man sei um das Gemeindewohl besorgt . «Und dazu braucht es einen möglichst fähigen Gemeinderat.» Die CVP-Kandidatin Helena Zimmermann-Schwegler war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die SVP setzt nun im zweiten Wahlgang vom 24. November auf das Duo Mäder/Vogel. Ob im Vorfeld eine entsprechende Kampagne geführt werde, stehe noch nicht fest, sagt Moser. Eines sei aber schon klar: «Wir wollen unbedingt einen fairen und anständigen Wahlkampf führen.»

Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt. Wie der zweite Wahlgang am 24. November ausgehen wird, ist derzeit völlig offen.