Steuersenkung

In Unterlunkhofen gehen die Steuern rauf und runter

In Unterlunkhofen geht der Steuerfuss etwa mal «Stägeli uf, Stägeli ab». Gründe für die erneute Senkung sind: 1. Gutes Einnahmeergebnis aus dem letzten Jahr, 2. Verheissungsvolle Prognosen und 3. viel Eigenkapital.

Lukas Schumacher
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Nun sollen die Steuern in Unterlunkhofen wieder gesenkt werden

Nun sollen die Steuern in Unterlunkhofen wieder gesenkt werden

Keystone

Vor einem Jahr stieg der bescheidene Steuerfuss der Kellerämter Gemeinde Unterlunkhofen leicht an. Er kletterte um 3% auf 87 %. Jetzt bahnt sich erneut eine sanfte Korrektur an, diesmal nach unten. Der Gemeinderat schlägt vor, den Steuersatz um 4 % auf 83 % zu senken. Festgelegt wird der neue Steuerfuss an der Gemeindeversammlung vom 18. November. Das kleine Steuergeschenk dürfte im 1300 Einwohner zählenden Dorf auf sehr grosse Akzeptanz stiessen.

«Vorteilhafte Entwicklung»

Der Gemeinderat begründet die beantragte Steuersenkung mit einer «vertieften Analyse». Er ging über die Bücher, nahm die aktuellen Steuereinnahmen und die der letzten Jahre genau unter die Lupe. Dabei gewann er die Erkenntnis, dass «sich die Einnahmen vorteilhafter entwickelt haben als im Herbst 2010 vorhergesagt.» Zudem sieht die Prognose der Gemeindebehörde für die nächsten Jahre verheissungsvoll aus: «Das Niveau unserer Steuereinnahmen dürfe auch in den kommenden Jahre stabil bleiben.»

Eigenkapital von 2 Mio. Franken verschafft Sicherheit

Aus einem dritten Grund hält der Gemeinderat die Steuerfuss-Senkung für angezeigt: Das für eine Kleingemeinde beachtliche Eigenkapital von 2 Mio. Franken. Dank diesem Polster kann im Gemeindebudget 2012 ein Minus von 249 000 Franken recht locker aufgefangen werden. Ohne Steuersenkung würde das «Loch» im Budget gut 100 000 Franken ausmachen.