Jetzt kommt beim geplanten Windpark auf dem Lindenberg die Bevölkerung zu Wort

Am 12. Oktober startet in Beinwil das öffentliche Mitwirkungsverfahren zum geplanten Windpark auf dem Lindenberg.

Melanie Burgener
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Wo die Windräder stehen sollen, ist bereits klar. Bei der Projektplanung darf die Bevölkerung jetzt aber noch mitreden.

Wo die Windräder stehen sollen, ist bereits klar. Bei der Projektplanung darf die Bevölkerung jetzt aber noch mitreden.

Bild: Visualisierung/zvg

Mit ihrer Gesamthöhe von 229 Metern sollen sie in Zukunft auf dem Lindenberg thronen, ihre Rotorblätter im Wind drehen und Strom für rund 7200 Haushalte produzieren. So zumindest war der letzte Stand in der Planung zum Windpark auf dem Lindenberg. Fast ein Jahr ist es her, seit die Windpark Lindenberg AG in Beinwil in einer Ausstellung in der Gemeinde darüber informierte. Nun gehen die Verantwortlichen des Energieprojektes einen Schritt weiter: Ab der nächsten Woche darf sich auch die Bevölkerung in die Planung einbringen.

Dokumente sind während eines Monats einsehbar

Am Montag, 12. Oktober, startet im Mehrzweckgebäude in Beinwil ein öffentliches Mitwirkungsverfahren zum geplanten Windpark. Vier der geplanten fünf Windenergieanlagen sollen auf der Aargauer Seite des Lindenbergs in Beinwil zu stehen kommen, eine weitere auf Luzerner Seite im Hitzkircher Dorfteil Müswangen. Die aktuellen Planungsunterlagen und die bisherigen Berichterstattungen zum Projekt werden im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung für einen Monat, bis am 13. November, im Mehrzweckgebäude in Beinwil einsehbar sein.

Diese zahlreichen Dokumente werden alle in Papierform vor Ort aufliegen. Darunter zum Beispiel die Teiländerung des Kulturlandplans, der Gestaltungsplan Windpark Lindenberg der Umweltverträglichkeitsbericht Netz, Projektskizzen zur Trinkwasserleitung und diverse Plakate mit den wichtigsten Themen. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag, von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Ein Teil dieser Unterlagen kann aber auch bequem von zu Hause aus angeschaut werden. Denn der Planungsbericht, die Teiländerung des Kulturlandplans, die Änderung der BNO, der Gestaltungsplan und die Sondernutzungsvorschriften sind während des Mitwirkungszeitraums auch online auf der Website der Gemeinde Beinwil aufgeschaltet. Die öffentliche Auflage mit Einwendungsmöglichkeiten findet laut Gemeinderat erst zu einem späteren Zeitpunkt, nach Abschluss der kantonalen Vorprüfung, statt.

Alle Anliegen fliessen in den Mitwirkungsbericht ein

Während der aktuellen Auflagefrist haben alle interessierten Personen die Möglichkeit, ihre Anliegen und Vorschläge mittels einem dafür erstellten Formular bei der Gemeinde einzubringen. Das Papier ist bei der Gemeindekanzlei oder online auf der Website der Gemeinde erhältlich. Der Gemeinderat bestätigte in einer Mitteilung, dass alle Beiträge in einen öffentlichen Mitwirkungsbericht einfliessen und die Mitwirkenden anschliessend über die Ergebnisse informiert werden.

Genaue Position der Windräder nicht einfach

Eine Visualisierung, wie der Windpark schlussendlich aussehen soll, gibt es bereits seit Juni des vergangenen Jahres. Die genaue Positionierung der Windräder sei aber keineswegs einfach gewesen, wie die Windpark Lindenberg AG in einer früheren Mitteilung erwähnte. «Ausschlusskriterien wie Waldgebiete, Abstände zu bestehenden Richtstrahlkorridoren und Grundwasserschutzzonen um Quell- und Grundwasserfassungen schränken das Projektgebiet stark ein», hiess es damals.

Windpark auf dem Lindenberg: Hitzkirch lässt nicht locker

Auf dem Lindenberg sind auf Aargauer Seite vier Windenergieanlagen geplant. Der Hitzkircher Gemeinderat moniert jedoch nicht eingehaltene Abmachungen und wendet sich deswegen erneut an die Exekutive der unweit entfernten Freiämter Gemeinde Beinwil – mit klaren Forderungen.
Ernesto Piazza