Kallern
Für die neue Deponie Höll müssen 2000 Quadratmeter Wald weichen

Das öffentliche Mitwirkungsverfahren für den Bau der Deponie Höll ist abgeschlossen. Ab nächsten Montag liegt die Teiländerung des Kulturlandplans in Kallern und Boswil nun auf.

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Entlang der Wohlerstrasse oberhalb der Kartbahn ist der Deponiestandort Höll für sauberes Aushubmaterial geplant.

Entlang der Wohlerstrasse oberhalb der Kartbahn ist der Deponiestandort Höll für sauberes Aushubmaterial geplant.

Marc Ribolla (20. Januar 2022)

Von 2024 an sollen während 15 Jahren rund zwei Millionen Kubikmeter Aushubmaterial in der geplanten Deponie Höll oberhalb der Kartbahn Waltenschwil auf dem Gebiet der Gemeinden Boswil und Kallern entsorgt werden. Der Grosse Rat hatte bereits im September 2018 diesen Ort als Deponiestandort im Richtplan festgesetzt.

Bevor aber die Baubewilligungsphase eingeläutet werden kann, braucht es eine Teiländerung der Kulturlandpläne an. Dazu wurde im Januar/Februar das Mitwirkungsverfahren für die Bevölkerung durchgeführt.

Die Unterlagen werden auch auf der Website publiziert

Nach Abschluss dieses Mitwirkungsverfahrens und der kantonalen Vorprüfung werden nun die Unterlagen der geplanten Teiländerung des Kulturlandplans zur Deponiezone Höll gemäss dem Baugesetz öffentlich aufgelegt. Diese Dokumente mit Erläuterungen, der kantonale Vorprüfungsbericht und der gemeinderätliche Mitwirkungsbericht liegen deshalb ab Montag, 16. Mai, bis Mittwoch, 15. Juni, auf der Gemeindeverwaltung auf und können während der Schalteröffnungszeiten eingesehen werden.

Zudem sind die Projektinformationen unter www.kallern.ch aufgeschaltet. «Die allfällige Berechtigung von Natur- und Heimatschutz- sowie Umweltschutzorganisationen, Einwendungen zu erheben, richtet sich nach dem Baugesetz. Einwendungen sind schriftlich beim Gemeinderat einzureichen und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten», heisst es in einer Mitteilung.

Die geplante Teiländerung Kulturlandplan erfordert eine Rodung im Umfang von 2087 Quadratmetern Wald. Das Rodungsgesuch mit Erläuterungen liegt gemäss ebenfalls gleichzeitig auf der Gemeindeverwaltung auf.

Zur Beantwortung von Fragen der Bevölkerung stehen Vertreter der Gemeinde Kallern, der Unternehmerin sowie des Planungsteams am Montag, 23. Mai, von 19 bis 20 Uhr im Gemeinderatszimmer der Gemeindeverwaltung Boswil zur Verfügung. Die Teilnahme muss auf der Gemeindeverwaltung Boswil angemeldet werden. (az)

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