Tägerig

Klares Resultat: Patrick Oldani ist neu im Gemeinderat

Patrick Oldani (CVP) ist neues Gemeinderatsmitglied in Tägerig. Mit 306 Stimmen lag er deutlich vor Konkurrentin Daniela Zehnder (parteilos), für die 186 Einwohner abstimmten.

Nora Güdemann
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Collage: Daniela Zehnder Parteilos und Patrick Oldani CVP

Collage: Daniela Zehnder Parteilos und Patrick Oldani CVP

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«Ich bin sehr froh und sehr überrascht, dass das Resultat so deutlich ausfiel», sagt Oldani kurz nach Bekanntgabe der Resultate. «Es war ein fairer Wahlkampf mit einer starken Konkurrentin.»

Gestern fand in Tägerig der zweite Wahlgang der Gemeinderatswahlen statt. Eigentlich sollte bereits Mitte Oktober darüber entschieden werden, wer neu in den Gemeinderat einziehen wird. Die Parteien CVP, GLP und SP hofften auf eine problemlose Wahl ihres Favoriten Oldani. Doch Daniela Zehnder schnitt so gut ab, dass ein zweiter Wahlgang nötig wurde. Das sorgte für Knatsch in der Gemeinde: Die SVP Tägerig bezeichnete Patrick Oldani als unwählbar: «Wir trauen ihm nicht zu, dass er sachlich und objektiv im Gemeinderat arbeiten kann», sagte etwa Matthias Moser, ehemaliger Gemeindeammann und heutiger Aktuar der SVP Tägerig. Oldani konterte: «Für Matthias Moser bin ich sicher nicht der einfachste, ich habe mich getraut, ihn einige Male kritisch zu hinterfragen.» Oldani sagte auch: «Ich bin fähig und gewillt, konstruktiv und anständig im Gemeinderat mitzuarbeiten. Das habe ich als Mitglieder der Finanzkommission auch schon bewiesen.»

Frieden finden und Transparenz schaffen

Am Sonntag äussert sich Oldani als frischgebackener Gemeinderat ähnlich: «Wir müssen Frieden im Dorf finden.» Er wolle mithelfen, bestehende Gräben zuzuschütten. Dafür müsse man offen aufeinander zugehen und sich in die Augen schauen können. «Und nicht mehr hinten durch mobilisieren», sagt er. Die grösste Herausforderung für ihn und die Gemeinde sei die finanzielle Situation: «Hier müssen wir über die Bücher», sagt er. Oldani will Transparenz schaffen: «Damit die Einwohner wissen, der Gemeinderat macht es richtig.»
Die nicht gewählte Daniela Zehnder gratulierte Oldani persönlich zum Erfolg. «Ich habe ihm alles Gute und viel Kraft gewünscht, die er sicher brauchen wird», sagt sie. Nach der Niederlage nehme sie sich nun Zeit, um ihre Ziele neu zu setzen. Daniela Zehnder kandidierte für den Gemeinderat, als sie merkte, dass sich nur Patrick Oldani, für die Wahl gestellt hatte. Eine Wahl ohne Auswahl störte sie. Die Parteilose fing an, sich als Kandidatin ins Spiel zu bringen.

Ich will Transparenz schaffen. Damit die Einwohner wissen, der Gemeinderat macht es richtig.

(Quelle: Patrick Oldani CVP, gewählt)

Die Parteizugehörigkeit soll im Hintergrund stehen

Zehnders Kandidatur sorgte im Oktober für Ärger bei Helena Zimmermann, Präsidentin der CVP Tägerig. Sie unterstellte der Parteilosen, eine SVP-Sympathisantin zu sein. Zehnder dementierte den Vorwurf deutlich.

Ich habe Patrick Oldani alles Gute und viel Kraft gewünscht, die er sicher brauchen wird.

(Quelle: Daniela Zehnder Parteilos, nicht gewählt)

Nach Oldanis Wahlerfolg sagt Zimmermann: «Das Resultat zeigt klar, dass die Einwohner einen Strategiewechsel wollen.» Sie freue sich riesig über den Ausgang der Wahl. Zimmermann schaut positiv in die Zukunft. Die Parteizugehörigkeit solle fortan im Hintergrund und der Mensch im Vordergrund stehen. «Wir müssen uns auf das Allgemeinwohl fokussieren.» Dass Patrick Oldani im Gemeinderat gute Arbeit leisten wird, ist für Zimmermann selbstverständlich: «Er ist sehr fleissig. Und das Wahlresultat zeigt ja auch, dass die Bevölkerung für ihn offen ist.»