Muri
«An den richtigen Schrauben gedreht»: Muri kommt seinem neuen Bahnhof einen Schritt näher

Dem Gemeinderat Muri und den zuständigen Städteplanern ist es wichtig, dass beim Projekt «Entwicklung Zentrum Bahnhof» auch die Bevölkerung mitreden kann. Nun diskutierten die Murianerinnen und Murianer darüber, was die Expertinnen und Experten in den vergangenen Monaten erarbeitet haben.

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Dank dem erfolgreichen Austausch zwischen Expertinnen und Experten und der Bevölkerung kommt die Gemeinde Muri ihrem neuen Bahnhofsgebiet einen Schritt näher.

Dank dem erfolgreichen Austausch zwischen Expertinnen und Experten und der Bevölkerung kommt die Gemeinde Muri ihrem neuen Bahnhofsgebiet einen Schritt näher.

Melanie Burgener (2.2.22)

Das Bahnhofgebiet in Muri soll zur Visitenkarte der Gemeinde werden, vielleicht auch zum Treffpunkt jüngerer Generationen. Inputs wie diese sind den Verantwortlichen des Projektes «Entwicklung Zentrum Bahnhof» schon früh aus der Bevölkerung zu Ohren gekommen. Und genau diese Ideen und Wünsche der Murianerinnen und Murianer möchten die Städteplaner und der Gemeinderat einfliessen lassen.

Bereits im vergangenen März hat sich die dazu gegründete Begleitgruppe Bevölkerung zum ersten Mal physisch getroffen. Gemeinsam mit den Federführenden des Projektes wurden ihre Bedürfnisse ausformuliert und in einem Testplanungsprogramm zusammengefasst.

«Es ist unsere Aufgabe, die Testplanung mit den Anliegen der Bevölkerung zu füttern und umgekehrt die Ergebnisse der Expertinnen und Experten an die Begleitgruppe weiterzuleiten», betonten die Industrialdesignerin Sarah Zussy und der Städteplaner Philippe Cabane Anfang Jahr. Dieser Austausch hat nun am 9. September erstmals stattgefunden.

Bevölkerung wirft einen ersten Blick in die Arbeit der Experten

«Die ‹Testplanung Zentrum Bahnhof› hat einen weiteren wichtigen Schritt nach vorne gemacht», schreibt die Gemeinde Muri in ihrer Mitteilung. Die Expertinnen und Experten in den drei Testplanungsteams hätten in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren erste Planungsrunden durchgeführt.

«Das bedeutet, dass die verschiedenen Bedürfnisse, die seitens der Begleitgruppe Bevölkerung Anfang Jahr ausgearbeitet wurden, sich inzwischen in den verschiedenen Entwürfen und Ideen dieser Teams wiederfinden», heisst es weiter. Bereits jetzt zeige sich eine Vielfalt an Lösungen und Herangehensweisen.

Und in diese konnten die Mitglieder der Begleitgruppe am 9. September erstmals einen Blick werfen, in Kleingruppen und auch im Plenum über ihre Eindrücke diskutieren. In diesem Rahmen seien vor allem Anregungen in den Bereichen Verkehr, Nutzung und Freiräume eingegangen.

Die Diskussion zeigte: Es wird an den richtigen Schrauben gedreht

Während dieses Austausches habe die Komplexität des Unterfangens gut integriert werden können und sei kein Hindernis gewesen, wie Gemeinderat Beat Küng in der Mitteilung betont. «Es ist erfreulich zu sehen, dass wir in der Begleitgruppe über dieselben Dinge diskutieren wie mit den Expertinnen und Experten in den Planungsteams», sagt er. «Das bedeutet, dass wir an den richtigen Schrauben drehen und unserem Ziel näher kommen.»

In einem nächsten Schritt werden nun die Rückmeldungen aus der Begleitgruppe Bevölkerung zusammengetragen und an die Testplanungsteams weitergegeben. «Damit wird die letzte Phase des Testplanungsverfahrens eingeleitet, wobei die Entwürfe nochmals überarbeitet werden und Ende Jahr die Grundlage für den Schlussbericht bilden», heisst es in der Mitteilung.

Dieser Schlussbericht werde dann wiederum mit der Begleitgruppe gespiegelt. Damit soll herausgefunden werden, welche Lösungsvorschläge für die Erarbeitung des Entwicklungsrichtplans wichtig seien. (mel)

Weitere Informationen zum Projekt unter www.muri.ch/bahnhof.