Muri
Ein Stück Normalität ist zurück, der Maimarkt begeistert Besucher und Verkäufer

Kälte und Regen? Das konnte die Murianer nicht davon abhalten, den traditionellen Maimarkt zu besuchen. Nach einem Jahr Pause genossen es die Besucher sehr, endlich wieder Marktluft zu schnuppern.

Nathalie Wolgensinger
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Das Einbahnregime bewährte sich und die Abstände konnten gut eingehalten werden.

Das Einbahnregime bewährte sich und die Abstände konnten gut eingehalten werden.

Nathalie Wolgensinger

Désirée Kurmanns Hundeguetzli sind beliebt, Hund Coco frisst die handgemachten «Gudeli» der Geltwilerin mit sichtlicher Begeisterung. Seine Halterin ist überzeugt von der Qualität und kauft einen kleinen Sack davon. Sie sagt:

«Ich wüsste nicht, wo ich wäre, wenn ich die letzten Monate ohne Hund hätte verbringen müssen. Er hat die Guetzli verdient.»

Désirée Kurmann nickt. Sie weiss, wovon die Frau spricht. Als begeisterte Hundehalterin sei sie in den vergangenen Wochen oft froh gewesen, um die Gesellschaft ihrer beiden Hunde, bestätigt sie. Aber noch viel mehr freue sie, dass sie mit ihren selbstgebackenen Guetzli und den Näh- und Dekoartikeln endlich wieder an einem Markt dabei sein kann, fügt sie begeistert an.

Nach einem Jahr Pause wieder über den Markt schlendern

Mit rund 100 Ständen bot der Maimarkt Normalität inmitten der Pandemie.

Mit rund 100 Ständen bot der Maimarkt Normalität inmitten der Pandemie.

Nathalie Wolgensinger

Diese Erleichterung, dass mit dem traditionellen Maimarkt endlich wieder so etwas wie Normalität einzieht, die ist Marktfahrern und Besuchern gleichermassen ins Gesicht geschrieben. Und das bestätigt auch Marktchefin Annette Gerber:

«Der Markt ist ein voller Erfolg. Die Marktfahrer sind dankbar für die Möglichkeit, ihre Waren zu verkaufen und die Besucher freuen sich, dass der Maimarkt stattfinden kann.»
Das Angebot an den rund 100 Ständen war einmal mehr gross und hielt für jeden Geschmack etwas bereit.

Das Angebot an den rund 100 Ständen war einmal mehr gross und hielt für jeden Geschmack etwas bereit.

Nathalie Wolgensinger

Letztes Jahr mussten sowohl der Frühlings- als auch der Martinimarkt abgesagt werden. Umso mehr brannte man im Oberfreiamt darauf, wieder zwischen den Ständen zu schlendern und sich mit Süssem oder Salzigem zu verköstigen. Und da vermochten weder Kälte noch Regen die Besucher aus Nah und Fern davon abhalten.

Das Schutzkonzept, das die Marktkommission ausarbeitete, wird vorbildlich umgesetzt. Die grosse Mehrheit der Frauen und Männer trägt eine Maske und praktisch alle halten sich an die geltenden Abstandsregeln. Der Einbahnverkehr im Bereich Nordklosterrain und auf der Marktstrasse sorgt dafür, dass sich die Besucher nicht zu Nahe kommen. Marktchefin Gerber erzählt:

«Normalerweise haben wir 180 Stände, dieses Jahr aber sind es rund 100. Das ermöglicht es uns, dass wir zwischen den einzelnen Ständen mehr Platz haben.»
Einzig der Sonnenschein fehlte am traditionellen Maimarkt.

Einzig der Sonnenschein fehlte am traditionellen Maimarkt.

Nathalie Wolgensinger

Das Einbahnregime hat sich bewährt, stellt sie fest. Einige Besucher hätten sogar den Wunsch geäussert, dass man dies auch nach der Pandemie weiterführt.

Die Food-Stände verlegte die Marktchefin auf den Klosterhof. Dort erfüllen sich fast alle kulinarischen Wünsche . Die Würste der Jubla Muri sind an diesem Samstag beliebt. Eine lange Kolonne bildet sich vor dem Grill der jungen Leute.

Etwas weiter vorne lockt ein kleiner aber feiner Lunapark für die Kinder. Auf der Gumpiburg können die Kleinen endlich wieder so richtig Dampf ablassen, während die Eltern den «Schwatz »mit Freunden und Bekannten sichtlich geniessen.

Nach einem Jahr Pause freut sich auch das Team vom Wurststand, dass es weitergeht.

Nach einem Jahr Pause freut sich auch das Team vom Wurststand, dass es weitergeht.

Nathalie Wolgensinger

Auch Edelbert Rüegg, der an seinem Stand Tee verkauft, ist begeistert. Das nasskalte Wetter spielt ihm in die Hand, die Geschäfte laufen gut. Er sagt:

«Ich bin froh, dass ich wieder ausstellen und verkaufen kann. Das letzte Jahr war für uns Marktfahrer nicht einfach.»