Muri soll jetzt den Kunstrasen im Stadion Brühl bekommen

Das ursprüngliche Projekt in den Bachmatten kommt wegen zu schlechtem Untergrund definitiv nicht zu Stande.

Marc Ribolla
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Noch ist der Rasen in Muri im Stadion Brühl natürlich.

Noch ist der Rasen in Muri im Stadion Brühl natürlich.

Bild: Marc Ribolla

Finanziell war der Bau des Kunstrasenfussballplatzes und eines Betriebsgebäudes mit Garderoben in den Murianer Bachmatten schon lange in trockenen Tüchern. Im November 2018 bewilligte die Gemeindeversammlung zwei Kredite über 1,6 und 1,03 Mio. Franken. In den weiteren Projektabklärungen traten aber Probleme mit dem Bauuntergrund auf (die AZ berichtete). Die Planungsarbeiten wurden daraufhin im vergangenen Jahr vom Gemeinderat sistiert, um vertiefte Untersuchungen vorzunehmen.

Diese sind nun abgeschlossen. Tatsache ist, dass das Kunstrasenfeld und das Betriebsgebäude am vorgesehenen Standort in der Bachmatten kein Thema mehr ist. Der zuständige Murianer Gemeinderat Beat Küng sagt zur AZ: «Es hat sich gezeigt, dass der Bauuntergrund definitiv zu wenig tragfähig ist. Das Risiko ist zu gross und es würde mit einiger Wahrscheinlichkeit zu Setzungen kommen. Bei einem Naturrasen wäre dies eher vertretbar, bei einem Kunstrasen geht dies nicht.»

Sanierung hätte über eine Million zusätzlich gekostet

Die zusätzlichen Mehrkosten für eine Sanierung des Bauuntergrunds hätten rund 1,3 Mio. Franken betragen. Für den Gemeinderat zu viel Geld. Deshalb wurde eine Alternative gesucht und in Absprache mit dem FC Muri auch gefunden. Der Kunstrasen soll jetzt beim Hauptfeld des Stadions Brühl unweit der Bachmatten gebaut werden. Ein neues Betriebsgebäude ist im aktualisierten Projekt nicht mehr vorgesehen.

Der Gemeinderat bringt die Vorlage an der Gemeindeversammlung vom 20. August zur Abstimmung. Die Stimmberechtigten müssen über einen Kredit von 2,1 Mio. Franken für den Kunstrasen und einen zweckgebundenen Beitrag an den FC Muri in der Höhe von 220000 Franken für einen Heizungsersatz im Stadion und die Erstellung zusätzlicher Garderoben entscheiden. Wird der Kredit erneut genehmigt, kann der Kunstrasen nächsten Sommer eingebaut werden. Die Mehrkosten bei der Spielfläche von einer halben Million Fr. entstehen unter anderem wegen eines anderen Kunstrasentyps. Weil der Bau des Betriebsgebäudes wegfällt, «werden die Gesamtkosten plus minus wie beim ersten Projekt sein», sagt Küng.

Er betont auch, dass es schade sei, dass es mit dem Standort Bachmatten nicht geklappt hat. «Dort hätte man Synergien mit der Schule nützen können. Andererseits bleibt nun der Platz für die weitere Sportstättenentwicklung erhalten», so Küng.