Sins
Der Sinser Brückenmarkt ist gerettet: Drei Frauen haben das Ruder übernommen

Nachdem der Organisator aus der Verwaltung der Gemeinde Hünenberg in Pension ging, haben nun Edith Mathis (Sins), Rahel Iten (Hühnenberg) und Stefanie Probst (Cham) übernommen. Das Trio will einiges verändern.

Fabian Gubser
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Das neue Team des Brückenmarkts: Edith Mathis, Rahel Iten und Stefanie Probst (von links).

Das neue Team des Brückenmarkts: Edith Mathis, Rahel Iten und Stefanie Probst (von links).

Bild: Stefan Kaiser (Hünenberg, 31. August 2022)

Der Brückenmarkt ist eine Institution: Seit 1996 findet er jedes Jahr Ende September statt. Erwartet werden jeweils bis zu 5000 Besucherinnen und Besucher. «Bis vor kurzem haben sich die angrenzenden Gemeinden Sins und Hünenberg die Organisation geteilt», sagt Rahel Iten, Co-Präsidentin des Vereins Brückenmarkt. Die Hauptverantwortung habe jedoch eine Person in der Verwaltung der Gemeinde Hünenberg getragen.

Nachdem diese kürzlich in Pension ging, habe die Gemeinde einen Nachfolger gesucht. Sie sagt:

«Da ich bereits in den vergangenen Jahren bei der Durchführung des Events immer stärker eingebunden war, war es absehbar, dass ich diesen Verein übernehmen würde.»

Wenn sie die Verantwortung für den Markt nicht übernommen hätte, würde der Brückenmarkt nicht mehr stattfinden. «Das wäre schade, denn der Anlass ist sowohl bei den Besuchenden als auch bei den Marktfahrenden äusserst beliebt», sagt die Hünenbergerin.

Die alte Reussbrücke verbindet Sins mit Hünenberg.

Die alte Reussbrücke verbindet Sins mit Hünenberg.

Bild: Stefan Kaiser (Hünenberg, 31. August 2022)

Im Frühling hat Rahel Iten den Verein neu gegründet. Zusammen mit ihrer Chamer Kollegin Stefanie Probst, die sich um die Finanzen kümmert, führt sie diesen im Co-Präsidium. Mit im Boot ist auch Edith Mathis aus Sins – verantwortlich für die Werbung. Mathis wechselt die Seiten: Sie verkaufte in den vergangenen Jahren selbst hergestellte Seifen. Auch Tamara Sanchez aus Zug gehört neu zum Vorstand des Vereins. Sie ist für die Kommunikation mit den Marktfahrenden zuständig.

Rahel Iten wurde von ihrem Mann auf den Brückenmarkt aufmerksam gemacht. Er arbeitet jeweils in der Feuerwehr-Beiz mit. Im Auftrag der Gemeinde kümmerte sie sich anfangs um die Marktfahrenden, später auch um die Parkplätze und die Buchhaltung.

Organisieren neu statt der Gemeinde den Brückenmarkt: Stefanie Probst, Rahel Iten und Edith Mathis (von links).

Organisieren neu statt der Gemeinde den Brückenmarkt: Stefanie Probst, Rahel Iten und Edith Mathis (von links).

Bild: Stefan Kaiser (Hünenberg, 31. August 2022)

Viele Veränderungen für 2023 geplant

Dieses Jahr soll noch alles beim Alten bleiben. Doch für das nächste Jahr hat das überkantonale Vorstandsquartett viel vor: «Wir möchten Sponsoren gewinnen, damit wir das Unterhaltungsprogramm ausbauen können», sagt Rahel Iten.

Einen grossen Teil des organisatorischen Aufwandes teilt sich der Verein mit den Gemeinden. «Ohne die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, speziell den Werkdiensten, könnten wir den Markt nicht durchführen. Wir schätzen diese Kooperation sehr und hoffen, dass wir auch in Zukunft auf ihre Unterstützung zählen dürfen», sagt Iten.

Zudem hat sie vor, die bestehenden Regeln für die Marktfahrenden für einen reibungslosen Ablauf stärker durchzusetzen. Edith Mathis ergänzt:

«Wir wollen die Sichtbarkeit erhöhen, indem wir professioneller Werbung machen.»

Doch erst mal muss sich das Quartett einspielen. «Anfangs war es etwas chaotisch, aber langsam läuft es», sagt Iten. Der diesjährige Brückenmarkt findet am Samstag, 24. September, von 10 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Bis jetzt haben sich rund 130 Marktfahrende angemeldet. Während und nach dem Markt betreiben die Hünenberger Feuerwehr, die Heiri Singers und die Musikgesellschaft Sins jeweils eine eigene Festwirtschaft. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt.

Interessierte finden mehr Infos unter www.brueckenmarkt.ch.