Unterlunkhofen
Es ist das grösste zusammenhängende Baugebiet im Kanton: Jetzt kann das Gebiet Mühlegg erschlossen werden

Die Stimmberechtigten von Unterlunkhofen genehmigten die Erschliessung des Baugebiets Mühlegg am Freitagabend. Der Anteil der öffentlichen Hand beträgt dabei rund 1,33 Millionen Franken. Ab 2023 soll das Gebiet erschlossen und ab 2025 überbaut werden.

Walter Christen
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Ab 2023 soll dieses Gebiet erschlossen und ab 2025 überbaut werden: Mühlegg in Unterlunkhofen.

Ab 2023 soll dieses Gebiet erschlossen und ab 2025 überbaut werden: Mühlegg in Unterlunkhofen.

Walter Christen/ Aargauer Zeitung

Das Gebiet Mühlegg in Unterlunkhofen ist mit seinen fünf Hektaren das grösste zusammenhängende Baugebiet im Aargau und kann nun erschlossen werden. Denn die Gemeindeversammlung genehmigte den Anteil der öffentlichen Hand im Betrag von 1,33 Millionen Franken an den Gesamterschliessungskosten, die auf über 8 Millionen Franken veranschlagt wurden.

Allen Anträgen wurde diskussionslos zugestimmt

Von den 1096 Stimmberechtigten nahmen 87 (rund acht Prozent) an der Einwohnergemeindeversammlung teil. Sämtlichen Anträgen des Gemeinderats wurde mit grossem Mehr oder gar einstimmig sowie ohne jegliche Diskussionen zugestimmt. Alle Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum.

Schon seit vielen Jahren befasst man sich in Unterlunkhofen mit der Erschliessung der Mühlegg. Der Gemeinderat hiess die private Erschliessung durch die von den Eigentümern gebildete Interessengemeinschaft gut. Es wird ab 2023 mit Beginn der Erschliessung gerechnet. Die ersten Häuser könnten ab 2025 gebaut werden. Die Planung sieht insgesamt etwa 150 Wohneinheiten für bis zu 300 Bewohnerinnen und Bewohner vor.

Für die Versorgung des neuen Quartiers Mühlegg mit elektrischer Energie ist der Bau einer Transformatorenstation erforderlich. In diesem Zusammenhang ergibt sich für die Elektra die Gelegenheit, den Mittelspannungsring (16 Kilovolt) zu schliessen. Dieses Vorhaben entspricht einem langjährigen Bedürfnis und dient der Sicherheit der Stromversorgung in Unterlunkhofen.

Die Trafostation kann im Zusammenhang mit der begonnenen Sanierung der Zugerstrasse gebaut werden. Den erforderlichen Kredit von rund 743'000 Franken hiess die Gemeindeversammlung gut. Der Souverän verabschiedete ebenfalls den beantragten Zusatzkredit von gut 550'000 Franken für die Sanierung und den Ausbau der Infrastruktur der Elektra an der Zugerstrasse, dem Hüttenweg Nord und die angrenzenden Hausanschlüsse.

Ja für die Sicherstellung der Wasserversorgung

Mit dem Generellen Wasserversorgungsprojekt (GWP), dem Qualitätssicherungssystem (QS) und dem Trinkwasserkonzept sollen die notwendigen Anlagen für die Versorgung des heutigen und künftigen Siedlungsgebiets von Unterlunkhofen mit Trink-, Brauch- und Löschwasser festgelegt werden. Denn die Beschaffung, Speicherung und Verteilung von Wasser stellt eine immer grösser werdende Herausforderung dar. Den benötigten Kredit von 73'150 Franken für die Sicherstellung der Wasserversorgung genehmigte der Souverän.

Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und der fehlenden Luftzirkulation im Gemeindearchiv von Unterlunkhofen hat sich in den vergangenen Jahren auf einem Teil der Schriftstücke und der Archivanlage Schimmelpilz gebildet. Für die Beseitigung des Schimmelbefalls und der damit verbundenen Ersatzbeschaffung der Archivanlage hiess die Gemeindeversammlung einen Kredit von 140'000 Franken gut.

Der Steuerfuss bleibt mit 69 Prozent unverändert

Ebenfalls verabschiedet wurde die Kreditabrechnung für die Ersatzbeschaffung eines Pionierfahrzeugs für die Feuerwehr: 250'000 Franken hiess die Gemeindeversammlung im November 2019 gut. Der Kredit wurde um rund 4300 Franken überschritten. Ja sagten die Unterlunkhofer Stimmberechtigten auch zum vorgelegten Budget 2022 mit einem unveränderten Steuerfuss von 69 Prozent.

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