Muri

Vorbereitungen Badi: Für volle Becken läuft das Wasser zwei Tage

Die Badi Muri wird sommertauglich gemacht, denn Anfang Mai soll sie ihre Tore öffnen. Demnächst werden die Bassins gefüllt. Zwei Tage dauert es, bis sie voll sind.

Eddy Schambron
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Betriebsleiter Peter Gomez und Badmeister Sebastian Richter arbeiten bei der Reinigung der Becken mit.

Betriebsleiter Peter Gomez und Badmeister Sebastian Richter arbeiten bei der Reinigung der Becken mit.

Eddy Schambron

Es bleibt vor der Eröffnung der Badi Muri für die drei Neuen noch viel zu tun: Betriebsleiter Peter Gomez und Badmeister Sebastian Richter putzen und richten ein, Bettina Gomez bereitet sich auf die Führung der Küche vor. Auch wenn in den letzten Tagen wettermässig nichts darauf hindeutete: Die Badi Muri wird am 5. Mai ihre Tore öffnen. «Wir freuen uns auf einen lebhaften Betrieb», unterstreicht Gomez. Demnächst werden die Bassins gefüllt – 3000 Kubikmeter Wasser. «Es dauert zwei Tage, bis sie voll sind.» Zuvor werden die Becken aufwendig gereinigt. «Unsere Arbeit beginnt eben schon vor der Badesaison, und im Sommer haben wir auch vor und nach den Öffnungszeiten zu tun. Dazu gehören etwa Kontrollen der technischen Anlagen oder das Mähen der Rasenflächen.

Für Gomez und Richter ist alles neu in Muri, ausser natürlich der Betrieb einer solchen Anlage. Gomez war zuvor elf Jahre Badmeister in Zollikon, Richter ist seit acht Jahren Badmeister und im Winter für eine Wasseraufbereitungsfirma im Kundendienst tätig. «Wir haben hier sehr gut gewartete Anlagen vorgefunden, auch die ganze Administration ist aufgearbeitet», stellt der neue Betriebsleiter fest. Trotzdem sei er anfangs sehr gefordert gewesen. «Aber diese Herausforderung suchte ich ja, und bei Fragen kann ich auf langjährige Mitarbeitende und auf den Präsidenten der Schwimmbad-Genossenschaft, André Stierli, zählen.»

Neuer Spielplatz

Bewährtes bleibt erhalten, Neues kommt im Angebot dazu. Gegenwärtig sind Angestellte von Murimoos werken und wohnen daran, einen zusätzlichen Spielplatz einzurichten, der von der St.-Josef-Stiftung in Bremgarten finanziert wird. Mit Flammkuchen ergänzt wird das Angebot der Küche. Rekrutiert sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die kommende Saison. «Jetzt gilt es, auch für Richter und mich einen gescheiten Arbeitsplan auszuarbeiten, nicht dass wir plötzlich auf dem Zahnfleisch gehen», sagt Gomez. Eine Schönwetterperiode bringt nämlich ganz lange Arbeitstage, und das sieben Mal pro Woche, mit sich. Auf dem neusten Weiterbildungsstand sind beide in Sachen Rettungsschwimmen. «Es passiert selten etwas, meistens bleibt es bei der Erstversorgung von Schürfwunden oder leichten Gehirnerschütterungen, etwa wenn Kinder zusammenprallen», weiss der Betriebsleiter. «Aber man muss auch auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein.» Von einer Beobachtungsplattform aus hat er uns seine Mitarbeitenden einen guten Übersicht über alle Becken. «Besonders anspruchsvoll ist der Beobachtungsposten, wenn es viele Leute hat.» Die grösste Gefahrenquelle ortet er beim Sprungturm.

Die Badesaison wird nicht nur vom Wetter beeinflusst. «Vor den Sommerferien sind die Leute richtig sonnenhungrig. Sie strömen in die Badi», hat Gomez die entsprechenden Erfahrungen. In den Sommerferien selber wird es etwas ruhiger, weil viele in die Sommerferien verreisen. Und danach ist der grösste Ansturm vorbei. Aber für Gomez und Richter wird es erst ruhiger, wenn die Badesaison vorbei ist. «Dann werden die technischen Anlagen gewartet und die Anlage wird gelegentlich auf Sturmschäden oder Vandalismus überprüft. Und wir haben wieder mehr Freizeit und widmen uns auch der Weiterbildung.» Der nächste Sommer, und damit die nächsten Herausforderungen, kommen bestimmt.