Wegen Coronafall: Jubla-Lager von Jungwacht und Blauring Muri mit 100 Kindern und 50 Leitern kurzfristig abgesagt

Über 100 Kinder der Jungwacht und Blauring Muri und gegen 50 Leitende wären jetzt ins Sommerlager gereist. Doch wegen eines positiv getesteten Covid19-Falls im engen Kreis der beiden Vereine kann die Lagerleitung die Durchführung des Solas nicht verantworten.

Marc Ribolla
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Die Jungwacht und Blauring Muri bei den Aufräumarbeiten auf dem Lagerplatz in Runcahez.

Die Jungwacht und Blauring Muri bei den Aufräumarbeiten auf dem Lagerplatz in Runcahez.

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Für viele Kinder und Jugendliche in der Schweiz sind die Sommerlager von Jungwacht und Blauring in den Sommerferien jedes Jahr ein Höhepunkt. Trotz der Coronapandemie ist es unter Einhaltung eines Schutzkonzepts und der Lockerungen möglich, die Lager durchzuführen.

Auch die Lagerleitung der Jungwacht und Blauring Muri fasste gemeinsam mit der Präses Joy Räber und dem Leitungsteam anfangs Juni den Entschluss, das Lager stattfinden zu lassen. Am Montagmorgen hätten sich rund 110 Kinder begleitet von zwischen 40 und 50 Leitenden versammelt und wären für zwei Wochen ins Lager nach Runcahez bei Surrein ins Bündnerland aufgebrochen.

Doch daraus wurde kurzfristig nichts. Das Sommerlager musste letzten Samstag praktisch in letzter Minute abgesagt werden. „Aufgrund eines positiv getesteten Covid19-Falls im engen Kreis der beiden Vereine und der nicht verfolgbaren Ansteckungskette, konnte die Lagerleitung die Durchführung des Solas nicht verantworten“, teilen die Jungwacht und Blauring Muri mit.

Gruppenfoto der Jubla Muri

Gruppenfoto der Jubla Muri

Bild: PD

Unter diesen Umständen kein Risiko eingehen

Die Lagerleitung und die Präses hätten versucht, das Risiko abzuwägen, um eine Entscheidung treffen zu können. Dazu hielten sie auch Rücksprache mit medizinischen Fachpersonen und den zuständigen Behörden. „Für uns Organisierende war in dieser Situation das Wichtigste, unsere Verantwortung wahrzunehmen und unter diesen Umständen kein Risiko einzugehen“, erklärt Salome Strebel, eine der fünf Lagerleitenden.

Es sei ein wesentliches Anliegen, dass diese Absageentscheidung von allen akzeptiert werde und keine Schuldigen gesucht würden. Die Reaktionen der Eltern seien generell durchaus positiv gewesen, weil die Schar den Mut hatte, das Lager abzusagen. „Die Kinder reagierten verständlicherweise vor allem traurig, akzeptierten aber auch alle diese Entscheidung“, sagt die Lagerleitung.

Bilder von den Aufräumarbeiten auf dem Lagerplatz in Runcahez.

Bilder von den Aufräumarbeiten auf dem Lagerplatz in Runcahez.

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Festzelt und Sarasani standen bereits

Die Absage ist ein herber Tiefschlag. Denn die Vorfreude war bei allen Beteiligten nach den coronabedingten Entbehrungen im Scharleben in den letzten Monaten gross. Für das Lager wurde viel Energie und Zeit investiert. Eine Vorgruppe war bereits ins Bündnerland vorausgereist und hatte beispielsweise das Festzelt und das Sarasani aufgestellt.

Die Jungwacht und Blauring Muri organisierte zum Beispiel aufgrund der speziellen Coronaschutzmassnahmen auch Geschirr, damit die Lagerteilnehmenden kein eigenes mitnehmen mussten und mietete einen Van für die Küche.

Trotz der Absage des Jahreshöhepunkts blicken die Vereine optimistisch in die Zukunft: „Wir hoffen auf Zeiten, in denen wir unser Scharleben wieder ungezwungener führen können.“ Bis dahin dürfte es noch eine Weile dauern.

Bezüglich des gestrichenen Sommerlagers sind die Lagerleitung, die Präses und die Leitenden in dieser Woche noch mit Aufräumarbeiten und der Rückerstattung diverser Dinge beschäftigt. „Auch wenn es bei uns dieses Jahr nicht geklappt hat, wünschen wir allen anderen Jungwacht und Blauring Scharen, welche ins Lager gehen, alles Gute und viel Spass“, möchten die Murianer ihre guten Wünsche zum Schluss ausdrücken.

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