Widen
«Juhe, juha, dä Chindsgi isch da» – So freuten sich die Kinder auf den neuen Kindergarten an der Einweihungsfeier

In Widen wurde am Wochenende der neu gebaute Doppelkindergarten Kelleräcker mit einer kleinen Eröffnungsfeier eingeweiht. Der Neubau kostete rund 1,4 Millionen Franken.

Marc Ribolla
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Rund 45 Kinder besuchen den Kindergarten Kelleräcker. Zur Einweihung sangen sie gemeinsam mit den Kindergärtnerinnen Claudia Dubach und Simone Peer Lieder.

Rund 45 Kinder besuchen den Kindergarten Kelleräcker. Zur Einweihung sangen sie gemeinsam mit den Kindergärtnerinnen Claudia Dubach und Simone Peer Lieder.

Marc Ribolla

Bunt gemischt singen und tanzen die Kleinen auf dem Vorplatz und reissen die Arme hoch. Fröhliche Gesichter überall. «Juhe, juha, dä Chindsgi isch da. Juji, juha, drum simmer so froh», singen die Kinder im Refrain mehrmals auf dem Vorplatz des neuen Doppelkindergartens Kelleräcker in Widen.

Begleitet von den Kindergärtnerinnen Claudia Dubach und Simone Peer. Die stolzen Mamis, Papis und teilweise auch Grosseltern als Zuhörende klatschen nach der schönen Darbietung.

Die Kinder des Kindergartens Kelleräcker singen zur Einweihung Lieder.

Marc Ribolla

Es ist ein feierlicher Moment am vergangenen Samstagvormittag. Knapp einen Monat nach dem Schulbeginn wird der neu gebaute Kindergarten nun auch offiziell eingeweiht. Vergangenes Jahr sagte die Gmeind Ja zum 1,4-Millionen-Neubau. Seit den Sportferien wurde das alte Gebäude abgerissen und der Neubau während rund sechs Monaten errichtet. Der alte Kindergarten war rund 40 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig.

Zerschneiden das Band (v.l.n.r.): Sandra Passerini (Schulleitung), Simone Peer (Kindergarten), die Gemeinderäte Fabienne Rousselot und Christian Moser, Angela Freytag (Schulleitung), Claudia Dubach (Kindergarten) und Architektin Cécile Treier.

Zerschneiden das Band (v.l.n.r.): Sandra Passerini (Schulleitung), Simone Peer (Kindergarten), die Gemeinderäte Fabienne Rousselot und Christian Moser, Angela Freytag (Schulleitung), Claudia Dubach (Kindergarten) und Architektin Cécile Treier.

Marc Ribolla

45 Kinder besuchen den Kindergarten

Widens Gemeinderätin Fabienne Rousselot, Vorsteherin des Ressorts Schule, erklärte, dass sie beim Spatenstich im Frühling doch etwas Wehmut verspürt habe. Rousselot sagte:

«Ich ging als Kind in diesen alten Kindergarten und jetzt darf ich so viele Jahre später den neuen eröffnen. Er ist wichtig für die Gemeinde, denn die Kinder sollen sich hier wohlfühlen.»

Aktuell besuchen 45 Kinder im Alter zwischen 4 und 6 den Kindergarten Kelleräcker in zwei Klassen. «Im Innern gibt es nun viel Platz, viel Licht und auch eine integrierte kleine Küche», hob Rousselot einige der Vorteile des neuen Gebäudes in Holzbauweise hervor.

Geplant worden ist der Kelleräcker-Kindergarten von der Beriker Architektin Cécile Treier, die unter anderem auch schon den Kindergarten in Oberwil-Lieli oder den Aufstockungsbau der Tagesstrukturen in Zufikon architektonisch ausführte.

Der neue Kindergarten Kelleräcker in Widen.

Der neue Kindergarten Kelleräcker in Widen.

Marc Ribolla

«Der Bau war für uns ein wenig ein Sprint. Wir begannen im vergangenen Oktober mit der Planung und mussten zügig vorwärtsmachen. Ein Highlight des neuen Wider Kindergartens ist für mich die Eingangswand. Sie wurde von unserer Lernenden entworfen», sagte Treier in ihrer kurzen Rede. Ein grosser Baum sowie ein Winddrachen und der Schriftzug des Kindergartens zieren die Wand.

Terminlich ist mit dem Neubau alles aufgegangen. Zur Verfügung stand nur ein Zeitfenster von den Sportferien bis zu den Sommerferien. «Wir mussten das alte Gebäude zuerst abreissen und eine Asbestsanierung machen sowie den Neubau bauen», erklärte Hochbau-Gemeinderat Christian Moser.

Neuer Spielplatz wird schon rege genutzt

Während der Bauphase zogen die Kindergartenklassen ins Schulhaus um. Beim Spatenstich habe man damals drei Ziele gehabt, meinte Moser. Kosten, Qualität und Termin. Alle drei klappten gut.

Ein Blick ins Innere des Kindergartens bei der Einweihung.

Ein Blick ins Innere des Kindergartens bei der Einweihung.

Marc Ribolla
«Bei den Kosten sind wir sehr gut unterwegs, am oberen Rand der Budgettoleranz»,

sagte Moser. Bei der Qualität sei moderne Technik im Spiel wie eine Erdsonde oder eine gute Lüftung oder grosse Fenster mit einem Blick ins Grüne.

Draussen ist der Spielplatz komplett umgestaltet worden. Und er scheint bei den Kindern auf Anklang zu stossen. «Wie ich erfahren habe, wird der Spielplatz auch ausserhalb der Schulzeiten rege genutzt als Treffpunkt.» Der Zweck ist also mehr als erfüllt.

So sah der alte Kindergarten Kelleräcker aus.

So sah der alte Kindergarten Kelleräcker aus.

zvg