Widen
Neue Schulleiterin kündigte in der Probezeit: «Es gab keinen Streit oder Unstimmigkeiten»

Im Sommer trat die Wohlerin Sandra Passerini die Stelle als neue Hauptschulleiterin der Schule Widen an. Nach nur knapp zwei Monaten verlässt sie ihr Amt bereits wieder. Gegenüber der AZ erklärt sie, wieso.

Marc Ribolla
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Widens Schulleiterin Sandra Passerini (links) bei der Einweihung des Kindergartens Kelleräcker Mitte September.

Widens Schulleiterin Sandra Passerini (links) bei der Einweihung des Kindergartens Kelleräcker Mitte September.

Marc Ribolla (18.9.2022)

Vergangene Woche liess die Gemeindekanzlei Widen in einer Mitteilung die Katze aus dem Sack. In wenigen Zeilen unter dem Titel «Veränderungen in der Schulleitung» hiess es: «Sandra Passerini, die gemeinsam mit Angela Freytag die Schulleitung der Schule Widen bildet, hat sich während der Probezeit entschieden, ihre Stelle per Ende Oktober 2022 aus persönlichen Gründen zu kündigen.»

Sie werde ihre Arbeit noch bis Ende der Herbstferien weiterführen und dann die ihr zustehenden Ferientage beziehen. «Der Gemeinderat bedauert den Entscheid von Sandra Passerini und dankt ihr für ihr Engagement», schrieb die Kanzlei abschliessend.

Die abtretende Wider Schulleiterin wurde erst im Frühsommer als Nachfolgerin von Oliver Gepp gewählt. Auf den Start des Schuljahres 2022/23 startete Passerini mit einem 70-Prozent-Pensum, während Angela Freytag als Co-Schulleiterin 60 Prozent beschäftigt war.

«In der Probezeit kann man herausfinden, ob es wirklich passt»

Vor ihrem Wechsel nach Widen hat Passerini rund 20 Jahre in Muri gearbeitet und war dort als Klassenlehrerin und als Stellvertreterin der Schulleitung engagiert. Ausserdem wird die 44-Jährige diesen Herbst ihre Ausbildung zur Schulleiterin abschliessen.

Gegenüber der AZ erklärt die Wohlerin ihren Entscheid, die Stelle in Widen schon wieder aufzugeben, detaillierter. «Ich möchte betonen, dass es keinen Streit oder Unstimmigkeiten gegeben hat. Die Probezeit ist aber eine Phase, die Arbeitnehmerin und Arbeitgeberin beidseits nutzen können, um herauszufinden, ob es wirklich passt», sagt Passerini.

Sie sei irgendwie nicht richtig angekommen an der Schule Widen und habe ihren eigenen Ansprüchen nicht genügen können. «Widen war wohl nicht der richtige Ort und jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für mich», sagt sie. Trotz des unerwartet kurzen Intermezzos auf dem Mutschellen bereut Passerini diese drei Monate nicht. Sie erklärt:

«Es ist eine Erfahrung, die mich persönlich auch wieder weiterbringt.»

Wie es nach Widen beruflich weitergeht, lässt Sandra Passerini vorderhand noch offen. Sie möchte aber in Zukunft sicher weiter im Schul- beziehungsweise Schulleitungsbereich tätig sein, grenzt sie das Spektrum etwas ein.