Widen
Vandalismus im Dorf: Asylunterkunft in zwei Nächten mit Eiern beworfen

In Widen wurde die Asylunterkunft kürzlich gleich zweimal zur Zielscheibe von Eierwürfen. Die Gemeinde hat Strafanzeige eingereicht. Auch an anderen Stellen im Dorf gab es Vandalismus.

Marc Ribolla
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Die Asylunterkunft in Widen.

Die Asylunterkunft in Widen.

Marc Ribolla

In der Gemeinde Widen wurde in den vergangenen Wochen wieder eine Zunahme von vandalistischen Vorfällen verzeichnet. Bei den jüngsten Vorkommnissen habe sich der Vandalismus gegen die Asylunterkunft an der Dorngasse gerichtet, teilt die Gemeindekanzlei mit.

Die Unterkunft wurde in zwei Nächten jeweils mit rohen Eiern beworfen. Personen wurden keine verletzt. Widens Gemeindeschreiber Marcel Welti sagt auf Anfrage:

«Es passierte zweimal an einem Wochenende. Die Bewohner der Unterkunft wurden durch das Klatschen der Eier an die Wände mitten in der Nacht geweckt.»

Weil es sich um metallene Containerbauten handelt, verursachte das Platzen der Eier entsprechend Lärm. Die Täterschaft wurde von den Asylsuchenden beobachtet, konnten aber vom Signalement nicht näher beschrieben werden. «Die Täter sind nach den Attacken jeweils im Auto davon gefahren», erklärt Welti weiter.

Die Gemeinde hat bei der Regionalpolizei Bremgarten eine Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht und bittet die Bevölkerung um Hinweise oder Angaben, die zu den Tätern führen.

Skulpturen und Hochbeete auf Schulareal zerstört

Nebst der Asylunterkunft wurde vor einigen Monaten bereits die Unterführung Imbismatt zur Zielscheibe von Vandalen. Dort verunstalteten Sprayereien die Wände.

Ausserdem zerstörten Unbekannte kürzlich auch diverse Hochbeete auf dem Wider Schulareal sowie Skulpturen, die dort aufgestellt waren. Gemeindeschreiber Welti hat verständlicherweise kein Verständnis für solche Aktionen. Er sagt: «Es ist sehr mühsam und immer mit unnötigem Aufwand verbunden.»

Das Schulgelände in Widen, wo Hochbeete und Skulpturen zerstört wurden.

Das Schulgelände in Widen, wo Hochbeete und Skulpturen zerstört wurden.

Marc Ribolla (12. März 2021)