Wohlen
Für die Sanierung des Chappelehofs: Kirchgemeinde spricht zinsloses Darlehen von 1 Million Franken – ohne Diskussion

Die katholische Kirchgemeinde Wohlen genehmigt die Anträge zu Gunsten des Vereins St.Leonhard einstimmig. Nun steht dem grossen Umbau des Chappelehofs nichts mehr im Weg. Diskussionen gab es einzig wegen der Sanierung des Gesellenhauses. Hier kam die Kirchgemeinde den Jungwächtlern entgegen.

Andrea Weibel
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Die Kirchgemeinde Wohlen stellt dem Verein St.Leonhard für die Sanierung des Chappelehofs ein zinsloses Darlehen von 1 Million Franken zur Verfügung.

Die Kirchgemeinde Wohlen stellt dem Verein St.Leonhard für die Sanierung des Chappelehofs ein zinsloses Darlehen von 1 Million Franken zur Verfügung.

Nathalie Wolgensinger (19.10.2021)

«Die Million wurde ohne Diskussion genehmigt», hält Kirchenpflegepräsident Josef Brunner fest. Er spricht vom zinslosen Darlehen in Höhe von 1 Million Franken, das die Katholische Kirchgemeinde Wohlen dem Verein St.Leonhard für die Sanierung des Chappelehofs zur Verfügung stellt. Er ergänzt:

«Wir haben schon damit gerechnet, dass der Antrag durchkommt. Aber dass er ganz ohne Diskussion angenommen wurde, freut uns noch mehr.»

Zusätzlich hat die Kirchgemeinde die Parzelle, auf der der Chappelehof Wohlen steht, an den Verein St.Leonhard abgetreten. Nun steht der Sanierung des Chappelehofs samt neuem Bistro, Saal, 21 Alterswohnungen, Büros und verschiedenen Vereinsräumen nichts mehr im Weg. Wenn alles klappt, sollte der Spatenstich Mitte April 2022 erfolgen.

Jungwacht möchte wieder passende Räume

Das einzige, was an der katholischen Kirchgemeindeversammlung vom Dienstagabend zu diskutieren gegeben hat, war die Sanierung des Domherr-Meyer-Hauses und der Rückbau des Gesellenhauses. «Sie waren sicher auch der Grund, weshalb so viele junge Leute zur Versammlung gekommen sind. Total waren wir 92 Stimmberechtigte, so viele wie sonst nie», freut sich Josef Brunner.

Bei der Diskussion ging es vor allem darum, dass die Jungwacht sicher gehen wollte, dass sie wieder passende Räume erhält. Bisher durfte sie solche im Gesellenhaus nutzen, dieses wird nun aber abgerissen. «Sie haben einen entsprechenden Antrag gestellt. Und der wurde auch bewilligt», sagt Brunner. «Wir hatten schon im Sinn, ihnen wieder Räume zur Verfügung zu stellen, die ihren Bedürfnissen entsprechen, aber das haben wir wohl etwas zu spät kommuniziert. Nun sind alle zufrieden», fügt der Kirchenpflegepräsident hinzu.

Wenn alles gut läuft, soll im Frühling 2023 mit dem Rückbau und der Sanierung gestartet werden können. Bereits im Winter 2023 sollen die Arbeiten, die mit 3,35 Million Franken budgetiert sind, beendet werden. Auch das Budget wurde an der Kirchgemeindeversammlung durchgewunken.

Zum Schluss der Versammlung hätte traditionellerweise ein Apéro stattfinden sollen. «Diesmal haben wir stattdessen jeder teilnehmenden Person ein Säcklein mit einem Weihnachtstee geschenkt», sagt Brunner. «So können sich unsere Mitglieder daheim aufwärmen.»

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