Wohlen
«Wir hatten eine bombastische Saison» – so gut lief es der Eishalle im Schüwo-Park noch nie

Am vergangenen Sonntag endete die Eishallensaison im Wohler Schüwo-Park. Der neue Betriebsleiter Fabian Zehnder blickt auf einen erfolgreichen Winter zurück und erklärt, was ihm vor der kommenden Badisaison noch Sorgen bereitet.

Marc Ribolla
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Schüwo-Park-Betriebsleiter Fabian Zehnder blickt auf einen Rekordwinter zurück.

Schüwo-Park-Betriebsleiter Fabian Zehnder blickt auf einen Rekordwinter zurück.

Marc Ribolla

Dieses Geräusch bereitete Fabian Zehnder in den Ohren besonders Freude. Draussen auf dem Eisfeld hörte man das Knirschen der Schlittschuhe und ein vielfältiges Stimmengewirr. Am vergangenen Donnerstagmorgen führte die Schule Wohlen ihr Eishockey-Turnier durch. Zehnder sass gleichzeitig zufrieden in seinem Büro im Schüwo-Park. Seit Anfang Februar ist er der neue Betriebsleiter der Anlage mit der Eishalle, Schwimmbad, Minigolf und weiteren Aktivitäten.

Und er blickt auf eine erfolgreiche Zeit zurück. Am vergangenen Sonntag endete im Schüwo-Park die Eishallensaison 21/22. Sie geht als die bisher Bestbesuchteste seit der Eröffnung im Herbst 2018 ein.

«Wir hatten einen bombastischen Winter, absolut top. Da wir als offene Halle klassifiziert wurden, hatten wir keinerlei Corona-Einschränkungen im Bereich des öffentlichen Eislaufs. Nur die Eishockeyaner mussten den Spielbetrieb für eine gewisse Zeit einstellen», sagt Zehnder.

Knapp 22'000 Eintritte im vergangenen Winter

Seit Saisonbeginn im Oktober zählte man rund 22'000 Eintritte. Dazu zählen auch die Besuche der Schulen, aber ohne die Vereine. Zum Vergleich: 2018/19 waren es 18'084 Eintritte, 2019/20 nur marginal mehr (18'933) und im Vorjahr mit dem Corona-Lockdown nur 9759 Gäste.

Die Eishalle des Schüwo-Parks Wohlen war während der vergangenen Winter gut besucht.

Die Eishalle des Schüwo-Parks Wohlen war während der vergangenen Winter gut besucht.

Marc Ribolla

Das war diesen Winter wie erwähnt komplett anders. «Tagsüber waren wir durch die Schulen praktisch ausgebucht», erklärt Zehnder. Auf besonders grossen Anklang sei auch das Plauschhockeyangebot jeweils am Freitagabend gestossen. Ebenso wie die regelmässigen Eisdiscos, die letztes Wochenende erstmals sogar an zwei Tagen (Freitag, Samstag) durchgeführt worden seien.

Froh ist Zehnder auch, dass es keine Unfälle oder andere Vorfälle gegeben habe. «Es war wirklich eine gute Saison», meint er. Auch wenn er nur einen kleinen Teil davon aktiv erlebt hat. Seine Funktion als Betriebsleiter wurde neu geschaffen und er ersetzte den bisherigen Geschäftsführer Christian Meier. «Vieles ist neu, ich musste mir einen Überblick verschaffen, bin aber von Christian gut eingearbeitet worden», erklärt Zehnder.

Nun geht es mit Vollgas an die Badi-Vorbereitungen

Mit dem Ende der Eishallensaison liegt der Fokus nun auf dem Sommer und der Badisaison. Ab sofort starten die Vorbereitungen der Schwimmbecken und der restlichen Anlagen wie der Toiletten oder der Garderoben. Auch die Pumpen und weitere technische Geräte müssen überprüft und wieder instand gesetzt werden. Gleichzeitig werden in der Eishalle die Mietausrüstungen und Schlittschuhe kontrolliert und allenfalls repariert.

Der Frühling kommt bald: Diese Woche starten die Vorbereitungen für die Badisaison im Schüwo-Park, die am 9. Mai beginnt.

Der Frühling kommt bald: Diese Woche starten die Vorbereitungen für die Badisaison im Schüwo-Park, die am 9. Mai beginnt.

Marc Ribolla

«Jetzt geben wir Vollgas. Nun folgen sicher die intensivsten sechs bis sieben Wochen des Jahres», sagt der Betriebsleiter. Am 9. Mai soll die Badi aufgehen. Er sei optimistisch, dass es das erste Mal eine reibungslose Badisaison geben werde, vor allem wenn das Wetter heuer mitspiele. Die Badi hatte in den vergangenen drei Jahren mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen, unter anderem sorgten technische Probleme jeweils für temporäre Schliessungen oder eine verzögerte Saisoneröffnung.

Zusätzliches Personal ist gesucht

Trotz allem Optimismus hat Zehnder noch ein paar Sorgenfalten hinsichtlich der Badi. Er ist noch auf der Suche nach zusätzlichem Personal. «Der Arbeitsmarkt ist aber brutal ausgetrocknet», konstatiert er. Gefragt sind vor allem Badeaufsichten am Mittwochnachmittag, am Samstag und am Sonntag. Sowie Mitarbeitende an denselben Tagen bei der Zip-Line. «Optimal wären im Bereich Badiaufsicht zwei bis drei Personen zusätzlich, bei der Zip-Line deren sechs bis acht», sagt Zehnder.

Nebst dem Badibetrieb stehen in den wärmeren Monaten auch bereits einige Events fest. Am 7./8. Mai veranstaltet der Aargauer Schiffmodellbau-Klub das traditionelle Schiffsmodellschaufahren, am 28./29. Mai findet die Schweizer Meisterschaft der Minigolfer statt und am 24. und 25. Juni das Wohler Jugendfest.

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