Gemeindeversammlung Widen

Zweiter Kunstrasen auf der Burkertsmatt nimmt die erste Hürde

Die Gemeindeversammlung von Widen stimmt dem Projekt auf der Burkertsmatt zu. Nun ist die Reihe an Berikon und Rudolfstetten.

Marc Ribolla
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Hier soll der Standort des zweiten Kunstrasenfelds auf der Burkertsmatt sein.

Hier soll der Standort des zweiten Kunstrasenfelds auf der Burkertsmatt sein.

Aargauer Zeitung

Auf dem Mutschellen soll bei der Sportanlage Burkertsmatt für zwei Millionen Franken ein zweites Kunstrasenfeld gebaut werden. In diesen Tagen befinden die Stimmberechtigten der drei Verbandsgemeinden Widen, Berikon und Rudolfstetten-Friedlisberg über die einzelnen Kreditbeiträge.

Es braucht die Zustimmung aller drei Gemeinden. Die Vorlage stiess im Vorfeld auf Opposition (die AZ berichtete). Doch nun hat sie eine erste Hürde genommen.

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend genehmigten die Widerinnen und Wider ihre beantragte Kreditsumme in der Höhe von rund 597000 Franken. Die Entscheidung fiel mit 124 Ja- gegenüber lediglich 11 Nein-Stimmen unerwartet deutlich.

Berikon und Rudolfstetten entscheiden an der Urne

Trotz des Widerstands im Vorfeld passierte das Kunstrasen-Geschäft problemlos im Schnellzugtempo. Widens Gemeindeschreiber Marcel Welti sagt auf Anfrage der AZ: «In der Diskussion wurde keine einzige Frage gestellt. Das hat uns ein wenig überrascht.» Weil das nötige Quorum nicht erreicht wurde, läuft jetzt noch die Referendumsfrist.

Nun heisst es abwarten. Der nächste Schritt ist nun am Souverän in Berikon und Rudolfstetten. Dort wird jedoch nicht an der Gemeindeversammlung, sondern direkt an der Urne am 29. November darüber befunden. Fällt dort ein negativer Entscheid, muss das Projekt vertagt werden.

Weil der Gemeinderat Berikon seinen Stimmberechtigten aus finanzpolitischen Gründen die Vorlage offiziell zur Ablehnung empfiehlt, ist diesbezüglich der Ausgang offen. Durchaus vorstellbar, dass je nach Resultat an den Urnen in den Nachbargemeinden ein Referendum in Widen von den Gegnern gar nicht ergriffen werden wird.

Insgesamt fanden sich 149 Stimmberechtigte in der Sporthalle Burkertsmatt ein. Eine Zahl, die im normalen Rahmen liegt. Auch in Zeiten von Corona. Der Gemeindeschreiber kann sich vorstellen, dass die Besucher allenfalls etwas jünger waren als üblich. Angesichts des Kunstrasen-Geschäft, welches vor allem dem FC Mutschellen und den anderen Vereinen, die die Anlagen auf der Burkertsmatt nutzen, einen Dienst erweisen würde.

Extra Stewards eingesetzt und Wasserflasche am Platz

Die Schutzmassnahmen konnten in der grossräumigen Sporthalle während der eineinhalbstündigen Versammlung sehr gut eingehalten werden. Marcel Welti erklärt: «Wir hatten extra zwei Eingänge und vier Ausgänge in Betrieb. Zudem setzten wir Stewards ein, die darauf achteten, dass es zum Beispiel in den Gängen nicht zu einer Ansammlung von Leuten kam.»

Jeder Stuhl wurde mit einem Abstand von 1,5 Metern platziert, sowie an jedem Platz eine Flasche Mineral deponiert. Und natürlich galt Maskenpflicht.

Nebst dem Kunstrasen wurde u.a. auch der Kredit für die Beschaffung von Schulmobiliar der Kreisschule Mutschellen (132000 Fr.). die Genehmigung für Umbau/Erweiterung des Alterszentrums Bärenmatt in Bremgarten (25,8 Mio. Fr.) sowie die Rechnung 2019 und das Budget 2021 mit einem Steuerfuss von 75 Prozent bewilligt.