Wittnau
150 Jahre alt – und doch jung geblieben

Die Feldschützengesellschaft feierte ihren 150. Geburtstag. Mit dabei waren alle Dorfvereinen.

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Präsident Hans Häseli freute sich inseiner Festansprache über die Erfolge seines Vereins.ARI

Präsident Hans Häseli freute sich inseiner Festansprache über die Erfolge seines Vereins.ARI

Ingrid Arndt

Ganz besonders war das Ambiente am Festakt zum 150. Geburtstag der Feldschützengesellschaft Wittnau gewählt: Die Gäste durften Platz nehmen im Schiessstand mit herrlichem Blick ins Grüne und zum 300 Meter entfernten Zielstand.

Eingeladen waren alle Dorfvereine, Vertreter der politischen Institutionen und befreundete Schützenvereine. Der Festtagsreigen jedoch hatte schon an den ersten beiden Septemberwochenenden mit einem Jubiläumsschiessen begonnen, an dem 460 Schützinnen und Schützen aus der gesamten Region äusserst erfolgreich teilgenommen haben. Zwei Drittel von ihnen erreichten die vorgegebenen Limite und erhielten kleine Präsente.

Wehrhaftigkeit, Kameradschaft, Treue

OK-Präsident Jonas Aebersold begrüsste die Gäste am Sonntagnachmittag, philosophierte rückblickend ein wenig über den Zeitbegriff und meinte, eigentlich seien 150 Jahre zwar lang und dennoch gar nicht weit weg. In seiner Festansprache freute sich Präsident Hans Häseli über ein zufällig gefundenes Dokument des Schützenvereins Wittnau aus dem Jahr 1867, in dem ein Jahr nach dessen Gründung über das erste Freischiessen berichtet wird.

Er fand vergleichend, dass die Beweggründe, den Feldschützen beizutreten, damals wie heute recht ähnlich sind: Wehrhaftigkeit, Pflege der Kameradschaft, Treue zur Heimat. Häseli blickte zurück auf viele engagierte Jahrzehnte, in denen so manches bewegt werden konnte, unterstrich mit Stolz, dass die Jungschützenkurse immer gut besucht sind und sich deren Resultate bei Wettkämpfen sehen lassen können.

Jung und lebendig bleiben

Gemeindeammann Werner Müller wusste, dass es stets hochengagierte Personen braucht, damit ein Verein jung und lebendig bleibt. Diese Aussage griff der Präsident des Bezirksschützenverbandes Laufenburg, René Hermann, auf, dankte besonders der Familie Häseli für ihren steten Einsatz.

Auf 70 Jahre Mitgliedschaft bei den Wittnauer Schützen kann Walter Husner zurückschauen. Als ehemaliger Präsident meinte er zum Gelingen einer guten Jugendvereinsarbeit: Begeistertes Mitmachen ist meist dann gegeben, wenn junge Menschen in der Gemeinde eine private wie auch eine berufliche Perspektive haben.

Zünftige Volksmusik auf Handharmonika und Waschbrett umrahmte musikalisch den Festakt. (ari)