Frick

24-jähriger Foodtrucker startet zum schlechtesten Zeitpunkt: «Wenn ich etwas will, dann schaffe ich es auch»

Andreas Saleschak aus Frick wollte mit seinem Foodtruck "Herby" ab Mitte März auf Tour. Die Coronakrise zwang den 24-Jährigen zum Improvisieren.

Sandra Meier
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Mit seiner Geschäftspartnerin Monika Siegrist hat sich Andreas Saleschak (24) selbstständig gemacht.

Mit seiner Geschäftspartnerin Monika Siegrist hat sich Andreas Saleschak (24) selbstständig gemacht.

Hans Christof Wagner

Er betreibt das Monster unter den Foodtrucks: Wenn der Oberhofer Andreas Saleschak, 24, mit seinem Gefährt vorfährt, benötigt er ausreichend Platz. 16 Meter Länge nimmt sein «American Airstream»-Wohnwagen samt Zugauto in Anspruch. Saleschak bezeichnet seinen "Herby" denn auch als "mobiles Restaurant" statt als Foodtruck.

Das Gefährt im Vintage-Look aus den 70ern stammt aus den USA. In Hamburg liess Saleschak das Ungetüm komplett umbauen, ehe es Anfang Jahr endlich über die Schweizer Grenze rollte. Von der Selbstständigkeit träumte der gelernte Koch schon länger. Doch für den Start hätte sich der Jungunternehmer wohl keinen schlechteren Zeitpunkt aussuchen können: Mitte März legte er gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Monika Siegrist, 50, los. Just zu dem Zeitpunkt, als das öffentliche Leben wegen Corona praktisch zum Erliegen kam. Geplante Caterings an Feiern und Firmenanlässen fielen ins Wasser. Doch der 24-Jährige liess sich nicht entmutigen: «Wenn man etwas will, dann schafft man es auch», ist er überzeugt. Und stellte sein Konzept kurzerhand um.

Statt diverse Standorte anzufahren, blieb der umgebaute Wohnwagen in Frick stehen. Seither verkauft Saleschack über Mittag im Stieracker seine regionalen Mittagsmenues, gewürzt mit Kräutern aus dem eigenen Garten. 50 verschiedene Sorten stehen zur Auswahl. Bis zu 200 Münder kann der 24-Jährige mit seinem mobilen Restaurant stopfen.

Klassisch und doch "Fast Food"

Die Unabhängigkeit, die ein Foodtruck bietet, fasziniere in besonders, sagt Saleschack. Auch der Gedanke, zu den Gästen zu gehen, statt sie im Restaurant zu empfangen, gefalle ihm. In der Menuauswahl setzt er auf Speisen, die sich auch in Gastrobetrieben finden lassen. Klassisch – und doch anders. "Auch normale Speisen können als Fast Food durchgehen: Die Zubereitung dauert nicht länger als Burger oder Hot Dog – es ist aber gesünder und frischer", sagt er.

Trotz des schwierigen Starts zieht der 24-Jährige eine bisher positive Bilanz. Den Kundenstamm habe er stetig ausgebaut. Auch Caterings konnte er mittlerweile "beschränkt" durchführen. Und die Reaktionen auf seine Mittagsmenues seien "mega gut".