Gesundheitszentrum Fricktal

Der neue Operationstrakt ist einsatzbereit

Das Gesundheitszentrum Fricktal hat die Sanierungsarbeiten am neuen OP-Trakt abgeschlossen.

Peter Rombach
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Die Steuerung in den Operationssälen basiert auf elektronischen Systemen.

Die Steuerung in den Operationssälen basiert auf elektronischen Systemen.

Die seit 2014 laufenden umfangreichen Sanierungsarbeiten im GZF-Standort Rheinfelden erreichten einen gewichtigen Zielpunkt: Der komplett umgebaute Operationstrakt ist einsatzbereit und wurde am Wochenende einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

CEO Anneliese Seiler zeigt sich beeindruckt und begeistert: «Nach Neueröffnung der Frauenklinik im Oktober 2015 und der Einweihung des Anbaus Ost im September des letzten Jahres stellt der neue Operationstrakt einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Weiterentwicklung des GZF dar.»

Die Operateure und das OP-Team lieferten interessante und spannende Informationen, wobei sich manche Schaulustigen hinter vorgehaltener Hand zuraunten: «Hoffentlich brauche ich all das mal nicht.»

Infrastruktur an einem Standort

Das Gesundheitszentrum ist jedenfalls für alle Eventualitäten und besonders für die Zukunft gerüstet, weil nun zentral und damit an einem Standort mit modernster Infrastruktur operiert werden kann.

Dass der berühmte Meilenstein nach komplizierten Planungen und Bauausführungen erreicht ist, verdeutlicht Katharina Hirt, Präsidentin des Verwaltungsrats, am Samstag während des Empfangs für geladene Ehrengäste aus Medizin, Politik und Wirtschaft.

So war zu hören, dass im budgetierten Gesamtvolumen für die Sanierungen von rund 30 Millionen allein in den OP-Trakt zehn Millionen Franken investiert wurden, wovon die Innenausstattung rund 2,5 Millionen erforderte. «Der Umbau bei laufendem Betrieb war für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung.»

Die operative wie strategische Bedeutung skizziert Seiler und nennt beispielhaft «Prozesseffizienz», Beitrag zur Kostensenkung durch künftig nur einen OP-Standort und reduzierte Wartezeiten.

"Wichtiger Partner"

Aus ihrer Sicht garantiert die «ausgeklügelte Technik» mit einheitlichen Gerätetürmen, Lichtsteuerungen, dreidimensionalen Problemdarstellungen oder der Möglichkeit von Videoübertragungen den OP-Teams optimale Sicherheit und hohe Arbeitsqualität. «Wir sind ein wichtiger Partner im Gesundheitswesen der Region.»

Geführte Rundgänge durch den OP-Bereich vermittelten imposante Eindrücke. So etwa in der Handchirurgie, wo an einer Puppe diverse simulierte Eingriffe am Handgelenk und auf Bildschirmen dargestellt wurden.

Die sogenannte «Rüstzone» verdeutlichte, welche Instrumente jeweils bereitgelegt werden müssen. Die Viszeralchirurgie erläuterte Eingriffe im Magen-Darmtrakt sowie an Bauchorganen wie Leber und Nieren, bei Leisten- oder Zwerchfellbrüchen. Die Frauenklinik mit ihrer gynäkologischen Versorgung wurde vorgestellt.

Die elektronische Patientendokumentation und OP-Planung fand starkes Interesse; die «integrierte Steuerung im OP» löste Staunen aus, wo komplexe technische Abläufe per Fingerdruck auf den Spezialmonitor möglich sind und somit medizinische Workflows erleichtern, rasche Dokumentation und Datenspeicherung auch in hohen Bildqualitäten erlauben.