Kampf der Orchester

Die Bieranjas sind die Sieger der Herzen

Die Combo aus der Region überzeugte im «Kampf der Orchester» – für den Titel reichte es jedoch nicht

Lucas Zeugin
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Zusammen mit dem Geschwisterpaar ZiBBZ gelangen den Bieranjas in der Finalshow vo «Kampf der Orchester» zwei überzeugende Auftritte. SRF/Mirco Rederlechner

Zusammen mit dem Geschwisterpaar ZiBBZ gelangen den Bieranjas in der Finalshow vo «Kampf der Orchester» zwei überzeugende Auftritte. SRF/Mirco Rederlechner

SRF/Lukas Mäder

«Wenn wir etwas machen, dann wollen wir es auch gut machen», erklärte Bence Tòth im Vorfeld der grossen Finalshow gegenüber dem SRF. Und was die Bieranjas in der letzten Runde von «Kampf der Orchester» am vergangenen Samstag geboten hat, war Spektakel pur.

So fetzig wars am Samstagabend: Bieranjas mit «Sing, Sing, Sing».

Schon allein die Kostümierung der Combo aus dem Fricktal und dem Baselbiet war ein optischer Blickfang. Schwarze Anzüge, weisse Hüte und Schuhe, dazu eine Sonnenbrille: Das Erscheinungsbild der Gruppe brachte genau die Mischung zwischen der erfrischenden Lässigkeit und der musikalischen Professionalität, die der Truppe eigen ist, zum Ausdruck. Getreu ihrem Motto, die Freude an der Musik auf der Bühne zu leben und sich so zu präsentieren, wie sie sind, legten sie mit ihrer Interpretation von «Sing, Sing, Sing» einen fetzigen Swing mit technisch anspruchsvollen Stellen aufs Parkett und begeisterten das Publikum in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen.

Einzug in die Schlussrunde

Zusammen mit dem prominenten Geschwisterpaar Stee und Coco von Zibbz gelang den Bieranjas in der ersten Runden ein energiegeladener Auftritt, der neben dem musikalischen Part zur einstudierten Choreografie auch in puncto humoristischen Einlagen und speziellen Effekten zu gefallen wusste.

Mit Posaune, Trompete sowie den schweren Geschützen Schlagzeug und Tuba wirbelten die Musiker über die Showfläche und überzeugten mit der Darbietung, die von einer leuchtenden Trommel und einer Feuerspuck-Einlage abgerundet wurde auch das Fernsehpublikum zu Hause.

Kurz nach 22 Uhr stand die Qualifikation für die Schlussrunde fest: «Als wir wussten, dass wir unser Ziel erreicht haben, hat sich die angestaute Spannung in überwältigender Freude entladen», kommentiert Präsident Dominik Müller den bewegenden Augenblick.

In der Schlussrunde präsentierte die Combo den Klassiker «Time of my life». Für den gefühlvollen Auftritt lösten die Musiker ein Versprechen ein und legten ihre Sonnenbrillen ab. Im Gegensatz zum fetzigen Swing in der vorgängigen Runde setzten die Bieranjas im Final auf eine emotionsgeladene Darbietung mit einem Duett zwischen Bence Tòth und Sängerin Coco. Trotz zwei überzeugenden Auftritten ging die Trophäe schlussendlich an die BML Talents aus Luzern. Im Nachhinein überwiegt aber trotzdem klar die Freude und die Bieranjas ziehen im Rückblick auf die bewegende Zeit eine positive Bilanz. «Die Stimmung war jeweils einmalig und die Auftritte haben uns als Gruppe noch enger zusammengeschweisst. Es war einfach toll, zu spüren wie das Feuer in der Gruppe brennt», freut sich Dominik Müller.