Rheinfelden

Ein City-Manager soll die Altstadt wiederbeleben

Der Verein Pro Altstadt sagt Ja zu seinem Kostenanteil von 25'000 Franken pro Jahr. Weitere Träger der Gesamtkosten von 150'000 Franken pro Jahr sind die Stadt, Rheinfelden Medical und der Gewerbeverein.

Horatio Gollin
Drucken
Teilen
Belebung der Altstadt als Ziel: 150 000 Franken pro Jahr beträgt das Budget für das Rheinfelder City-Management.

Belebung der Altstadt als Ziel: 150 000 Franken pro Jahr beträgt das Budget für das Rheinfelder City-Management.

Oliver Wehrli;zvg;

2011 sei im Verein Pro Altstadt Rheinfelden die Stimmung auf einem Tiefpunkt angelangt, rief Marco Veronesi, Präsident von Rheinfelden Pro Altstadt, den rund 70 Anwesenden an der ausserordentlichen Generalversammlung ins Gedächtnis. 2012 habe sich der Verein dann neu strukturiert und 2016 zur Weiterentwicklung den externen Berater Thomas Bretscher an Bord geholt, führte Veronesi aus. Der Entwicklungsprozess Rheinfelden Altstadt 2020 wurde angestossen, bei dem Ziele und Handlungsfelder für die Weiterentwicklung der Altstadt definiert wurden. In der Kapuzinerkirche präsentierten Veronesi und Bretscher nun die Idee, ein City-Management einzuführen.

«Eine Stadt ist nichts anderes als ein Shoppingcenter mit frischer Luft, ohne Wände und Dach», sagte Bretscher. Wie ein Kaufhaus brauche es eine Organisation, die den Bereich Detailhandel und Gastronomie führe. Die Aufgaben des City-Managements umfasse etwa die Fortsetzung des Projekts Rheinfelden Altstadt 2020, die Mitwirkung beim Stadtmarketing, die Belebung der Kernzone und der umliegenden Strassenzüge, ein proaktives Immobilienmanagement sowie die Beratung des Detailhandels und der Gastronomie. «Wir sehen das City-Management organisatorisch bei der Stadt Rheinfelden angesiedelt», sagt Bretscher. Die Rechtsform des City-Managements soll ein Verein sein.

150'000 Franken pro Jahr

Vorbehaltlich des Beschlusses der Generalversammlung war auch schon die Finanzierung geklärt worden. Für den City-Manager brauche es eine jährliche Investition von 150'000 Franken, erklärte Bretscher, wovon 90'000 Franken für das Salär mit Abgaben und 60'000 Franken als Budget sowie für Nebenkosten veranschlagt werden. Vorbehaltlich der eigenen Budgetentscheidung würde die Stadtverwaltung 70'000 Franken beisteuern, Rheinfelden Medical 40'000 Franken und der Gewerbeverein Rheinfelden 10'000 Franken. Pro Altstadt würde 25'000 Franken übernehmen, die die Mitglieder über einen Sonderbeitrag von 250 Franken finanzieren müssten. «Pro Mitglied kostet das City-Management 80 Rappen am Tag», legte Bretscher den Betrag um. Die Finanzierung der am Gesamtbetrag fehlenden 5000 Franken war noch offen.

Einstimmiges Ja

«Das City-Management hat drei Jahre Zeit, seine Organisation aufzubauen und zu festigen. Nebst einer laufenden Kontrolle wird vor Ablauf des dritten Jahres entschieden, ob das City-Management künftig weiterbestehen bleibt», führte Bretscher aus. Leistungsvertrag, Pflichtenheft oder Umsatzindex könnten der Kontrolle dienen. Einstimmig bewilligten die Mitglieder für die Jahre 2019, 2020 und 2021 einen jährlichen Kredit von maximal 25'000 Franken zugunsten des Stadtprojekts City-Management sowie – bei zwei Enthaltungen – neben dem Mitgliedsbeitrag einen jährlichen Sonderbeitrag von maximal 250 Franken zur Finanzierung des Projekts City Management bis 2021 zu erheben.