Fricktal

Ein Ferienplatz für Hund und Katz

Nicht immer kann Hundchen mit in die Ferien fahren. Ist eine Reise geplant, sollten Haustiere rechtzeitig im Tierferienheim angemeldet werden. Ein guter Ferienplatz ist wichtig.

Susanne Hörth
Drucken
Teilen
Nicht immer kann Hundchen mit in die Ferien fahren oder fliegen. Jetzt ist ein guter Ferienplatz wichtig.SH

Nicht immer kann Hundchen mit in die Ferien fahren oder fliegen. Jetzt ist ein guter Ferienplatz wichtig.SH

Susanne Hörth

Ferien. Für viele ein magisches Wort. Verbunden damit auch die Freude auf Erholung sowie das Geniessen und Erleben einer fernen Urlaubsdestination. Für Besitzer von Hunden und Katzen sind Ferien oftmals aber auch mit der Betreuungssorge um ihre Lieblinge verbunden. Mitnehmen, gerade wenn es per Flugzeug in die Ferne geht, ist meistens keine Option. Also muss für eine gute Unterbringung gesorgt werden.

Das Angebot an tierischen Ferienplätzen ist im Fricktal nicht riesig. Mit den nahenden Sommerferien werden Unterbringungsplätze für Tiere schon bald zur Mangelware. Das wird auch vonseiten Karl und Sandra Güntert, Betreiber des Tierferienheims Röti in Mumpf bestätigt. Hier gibt es trotz der beachtlichen Maximalaufnahme von 80 Hunden und 40 Katzen nur noch wenige freie Plätze. Ähnlich tönt es auch von Patrizia Bieri von der Tieroase in Möhlin. In dem ausschliesslich auf Katzen ausgelegten Tierhotel wird Platz für total 19 Samtpfoten geboten; zusammen oder nach Wunsch in Einzelhaltung.

Rechtzeitige Anmeldung

Ab wann ist es am besten, einen Platz zu reservieren? Darauf Karl Güntert «Für die Hauptferienzeiten ein bis zwei Monate im Voraus. Durchs Jahr kurzfristig möglich. Vorausgesetzt, die Tiere sind aktuell geimpft.» Diese Impfpflicht gilt in den meisten Tierferienheimen. Hunde sollten in der Regel gegen Leptospirose, Zwingerhusten, Staupe, Parvovirose und Hepatitis geimpft sein. Bei Katzen wird normalerweise Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose mit Test verlangt. Manche Tierferienheime verlangen kurz vor dem Eintritt eine Entwurmung.

Im Mumpfer Tierferienheim, ein seit 1972 bestehender Familienbetrieb arbeiten mehrere Teilzeitangestellte wie auch Lehrlinge. Vor einem Jahr hat auch Thomas Güntert, Sohn des Eigentümer-Ehepaars die Tierpfleger-Ausbildung abgeschlossen und arbeitet seither im Betrieb mit. «Von den Einrichtungen her bieten wir den Tieren viel Abwechslung.»

Das heisst unter anderem Aussengehege für die Katzen. Die Hunde können sich hier neben den üblichen Ausläufen auf einer grossen Spielwiese, aber auch in einer Hundehalle so richtig austoben, so die Günterts.

Viel Beschäftigung, aber genauso viel Raum, um entspannt einfach das Katzendasein geniessen zu können, bietet Patrizia Bieri in der Möhliner Tieroase. «Wir wollen unseren Gästen den Aufenthalt möglichst komfortabel gestalten. Eingerichtet wie eine Katzenstube, verfügt das premium Hotel über keine Katzenboxen. Die Katzen sollen sich in unserer Katzenpension frei bewegen können», erklärt die ausgebildete Tierheilpraktikerin, Tierpflegerin und Tierkommunikatorin. «Frischluftfanatiker können sich im Gruppenzimmer über das grosse Aussengehege des Tierheims freuen.» Patrizias Bieris tierische Feriengäste müssen mindestens sechs Monate alt und kastriert sein. Die beschränkte Anzahl von 19 Katzen erklärt die Tieroase-Besitzerin wie folgt: «Damit bleibt genügend Zeit und Raum, um auf jedes Tier individuell eingehen zu können. Und weil die Katzen nicht zu dicht aufeinander leben, werden Stress und Streitigkeiten vermieden. Da es nicht das eigene Revier ist, verstehen sich alle Katzen im Hotel gut. Auch jene Büsis, die zu Hause dominant sind.»

Sozialkontakt mit Artgenossen

Wie schwierig ist, gleichzeitig viele Hunde und Katzen, die sich nicht kennen, miteinander für eine kurze (Ferien)Zeit zu halten? «Die Hunde und Katzen sind natürlich grundsätzlich getrennt. Bei den Katzen haben wir die Möglichkeiten für Einzel-, Paar- oder Gruppenhaltung. Bei den Hunden Einzel- und Paarhaltung. Wichtig ist der Sozialkontakt mit Artgenossen», erklären Sandra und Karl Güntert. Wie auch Patrizia Bieri betonen sie, wie wichtig es ist, dass für die Ferientiere kein zusätzlicher Stress entstehen soll.

In der Tieroase können die Katzen nach Wunsch ihrer Besitzer während des Aufenthaltes auch in den Genuss einer Tierkommunikation kommen. Pro Tag kostet das 5 Franken mehr. Ein Aufenthalt im Katzenhotel kostet für eine einzelne Katze pro Tag 26 Franken, zwei Katzen 48 und jede weitere Katze 12 Franken.

Im Tierheim Röti wird je nach Hundegrösse zwischen 28 bis 32 Franken pro Tag verlangt. Für eine einzelne Katze werden 20 Franken verrechnet, für jede weitere 16 Franken.

Das Ehepaar Güntert empfiehlt, neben dem rechtzeitigen Anmelden, auch schon vor dem Aufenthalt insbesondere mit Hunden schon vorher einmal vorbeizuschauen. Das macht ein Kennenlernen für alle Beteiligten möglich, Besonderheiten können besprochen werden.

Tierbesitzer sind oftmals in grosser Sorge um ihre Vierbeiner. Daher ist es für die Tierferienheimbesitzer eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Halter während ihrer Ferien regelmässig melden können. «Bei Fragen oder Problemen nehmen wir von uns aus Kontakt mit dem Tierbesitzer auf», betont denn auch Karl Güntert.