Möhlin

Ein Kreisel für die neue Bata-Park-Siedlung

Der Bata-Park wird in den nächsten Jahren wachsen. Mit den angedachten Wohnbebauungen könnten im Quartier dereinst rund 800 Menschen wohnen.Die Erschliessung der neuen Siedlung kostet 1,27 Millionen Franken.

Nadine Böni
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Am Kreisel beteiligt sich auch die Bata-Park-Eigentümerin Jakob Müller AG finanziell. Nadine Böni

Am Kreisel beteiligt sich auch die Bata-Park-Eigentümerin Jakob Müller AG finanziell. Nadine Böni

Der Bata-Park wird in den nächsten Jahren Zuwachs bekommen. Mit den angedachten Wohnbebauungen am westlichen und östlichen Rand des Areals könnten gemäss Berechnungen im Quartier dereinst rund 800 Menschen wohnen. Die Wohnbauten werden etappenweise erstellt. Start könnte 2014, wahrscheinlicher aber 2015 sein, wie bei der Jakob Müller AG zu erfahren ist. Im Moment ist die Eigentümerin des Bata-Park-Areals daran, bestehende Gebäude und Infrastrukturen zu sanieren.

Lärmschutzwände statt Einfahrt

Parallel dazu laufen die Planungen für die Infrastruktur der neuen Wohnsiedlung: Seit Donnerstag und bis zum 4. November liegt auf der Gemeinde Möhlin das Baugesuch für einen Kreisel auf. Dieser soll den Bata-Park beim Schwimmbad von der Industriestrasse her erschliessen. Gleichzeitig mit dem Kreiselbau würde die Strasse entlang des Schwimmbads verbreitert. «Die Strasse reicht schon heute nicht mehr für das Verkehrsaufkommen», sagt Gemeindeschreiber Dieter Vossen. Seit 2007 betreibt die Jakob Müller AG auf dem Gewerbeteil des Bata-Areals ein Fertigungszentrum für Maschinenteile mit rund 80 Arbeitsplätzen. Seit knapp einem Jahr fährt zudem eine Postautolinie in den Bata-Park. Der ausgefahrene Strassenrand zeigt, wie eng ein Kreuzen auf der Strasse heute ist.

Während die Strasse entlang des Schwimmbads verbreitert würde, soll auf der gegenüberliegenden Strassenseite die Einfahrt von der Kreuzgasse auf die Industriestrasse aufgehoben werden. Angedacht ist stattdessen eine durchgehende Lärmschutzwand entlang der Industriestrasse in Richtung der besiedelten Gebiete. «Das steht schon länger an und liegt im Interesse der Gemeinde», sagt Vossen.

Eigentümer zahlt mit

Die Baukosten für das gesamte Projekt betragen rund 1,27 Millionen Franken. Die Gemeinde beteiligt sich daran, den grösseren Teil der Kosten wird allerdings die Jakob Müller AG übernehmen. Die genaue Aufteilung der Kosten werde in der Botschaft für die Gemeindeversammlung im Dezember publiziert, sagt Vossen. An der Gemeindeversammlung wird die Bevölkerung über den Kredit abstimmen. Sagen die Stimmberechtigten Ja zum Projekt, würde im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden. Und zwar so, dass die Industriestrasse während der gesamten Bauzeit zumindest einspurig befahrbar ist. «Für die Industrie fehlt ein anderer Zubringer», sagt Vossen.