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Fehlerhafte Halbzeit kostet den TV Möhlin den Sieg

Der TV Möhlin verliert das Heimspiel gegen Solothurn knapp mit 26:27 durch zu viele Ballverluste oder Würfe ins Out. Nach dieser Niederlage liegen die Fricktaler auf Rang sechs der Tabelle.

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Michi Mahrer;zvg;

Die Startminuten waren symptomatisch für das Spiel der Möhliner. Urgestein Marco Kurth traf nach 33 Sekunden zum 1:0 für die Gäste, während Möhlin den Ball zweimal nacheinander verlor. Erst Florian Doormann hielt den Schaden in Grenzen und glich beim dritten Anlauf aus. Die Partie ging tempobetont weiter. Maurice Meier konnte eine Unklarheit im Spielaufbau nutzen, lief allein Richtung Tor und erzielte das 3:3. Danach zeigten auch Mischa Wirthlin und Oliver Mauron tolle Aktionen und brachten Möhlin mit zwei Treffern in Front. Als anschliessend Florian Doormann einnetzte, musste Solothurn tief durchatmen.

Knappe vier Minuten später waren die Gäste jedoch wieder dicht an den Fersen der Heimmannschaft und glichen in der 17. Minute wieder aus. Meistens war es Marco Kurth aus dem Rückraum, der sich mit seinen unwiderstehlich starken Würfen in Szene setzen konnte.

Der 33-jährige Ex-Nationalspieler erzielte in der Partie zehn Treffer aus vierzehn Versuchen. Der zweite erfolgreiche Schütze, den die Gastgeber kaum in den Griff bekamen, war der gross gewachsene Mathias Blaser, der in der 19. Spielminute den Führungstreffer zum 9:8 für Solothurn erzielte.

Viele technische Fehler

Als Möhlin danach eine Zeitstrafe hinnehmen musste und auch noch den verwandelten Strafstoss von Kurth, geriet das Team ein wenig aus dem Takt. Und anstatt solide aufzuspielen, verlor man den Ball erneut an die Gäste und diese gingen zuerst mit zwei, dann mit drei Toren in Führung. Marcus Hock blieb zuvor zwei Mal an Torwart Rados Dukanovic hängen und erst in der 27. Minute gelang dem eingewechselten Manuel Csebits mit dem zehnten Treffer ein Traumtor für Möhlin. Aber der Rückstand blieb, vergrösserte sich gar bis zur Pause innert weniger Sekunden zum 12:17.

Das Fazit aus der ersten Halbzeit war klar: Möhlin brachte sich durch zu viele Ballverluste oder Würfe ins Out selbst in Probleme. Am Schluss der Partie resultierten 18 technische Fehler. Trotzdem, der TV Möhlin holte auf und kam in der 38. Minute auf 16:18 heran. Manuel Csebits traf, auch Karlo Ladan vollendete sein Kreistor und Marcus Hock verwandelte einen Penalty sicher im Netz.

Die Vorzeichen standen gut, aber erneut flogen die Zuspiele zu unpräzise von Mann zu Mann und Solothurn liess sich nicht zweimal bitten. Die Gäste lagen in der 41. Minute wieder mit einem komfortablen Polster vorne (17:21). Erneut übernahmen Csebits, Doormann und Hock das Zepter. Den Anschlusstreffer erzielte schliesslich Oliver Mauron via Flügeltor zum 22:23. So schnell der Anschluss geglückt war, so schnell rückte er wieder in die Ferne. Solothurn hatte sein Selbstvertrauen nicht verloren. So rannte danach Möhlin einem Rückstand von drei, vier Toren hinterher.

Hektische Schlussphase

Die letzte Spielphase lief dann unübersichtlich ab, auch aus Sicht der Spielleitung. Zoltan Cordas kassierte schliesslich eine Zeitstrafe, was den Fricktalern einen Spieler weniger auf dem Feld bescherte. So endete die erneute Aufholjagd, spätestens an der verbleibenden Zeit: Knapp vierzig Sekunden vor Schluss lag Möhlin zwar nur noch mit einem Tor hinten, aber Solothurn war im Ballbesitz und clever genug, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Möhlin verlor den Match mit 26:27, nach einer doch kämpferisch besseren zweiten Halbzeit.

Nach dieser Niederlage liegen die Fricktaler auf Rang sechs der Tabelle. Am kommenden Samstag treffen sie auswärts auf den Tabellenletzten aus Wädenswil. Das nächste Heimspiel findet dann am 17. Dezember um 19 Uhr gegen die SG Yellow/Pfadi Espoirs statt. (az)