Gipf-Oberfrick
Der Gastro-Lockdown brachte diesen Koch auf den Knoblauch

Michael Rautenberg aus Gipf-Oberfrick hegt schon seit vielen Jahren eine Leidenschaft für die Wunderknolle. Nun hat er dem Knoblauch einen eigenen Onlineshop gewidmet. Dort verkauft der Koch seine liebsten Knoblauchzubereitungen – und teilt eigene Rezepte.

Nadine Böni
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Michael Rautenberg, Gastronom und Koch aus Gipf-Oberfrick, hat im Lockdown einen Knoblauchshop eröffnet.

Michael Rautenberg, Gastronom und Koch aus Gipf-Oberfrick, hat im Lockdown einen Knoblauchshop eröffnet.

zvg / Aargauer Zeitung

Michael Rautenberg weiss: Am Geruch von Knoblauch scheiden sich die Geister. Der Gipf-Oberfricker aber hegt schon seit vielen Jahren eine Leidenschaft für die Wunderknolle – wegen ihres Geschmacks, aber auch wegen ihrer Wirkung. «Knoblauch fördert die Gesundheit, beugt Alterserscheinungen vor und hilft bei vielen Magen- und Darmbeschwerden», sagt Rautenberg.

Irgendwo in seinem Hinterkopf schwirrte sie deshalb schon lange umher, die Idee vom Onlineshop für Knoblauch. Jetzt, während des Gastro-Lockdowns, hat der gelernte Gastronom und Koch die Zeit gefunden, den Shop aufzubauen. Auf seiner Website verkauft er seit einigen Wochen eigene Zubereitungen – etwa «Aglio, Olio e Peperoncini» oder Knoblauchpesto – und allerlei Zubehör, beispielsweise einen Knoblauchhobel.

Die Familie als Testesser

«Nur daheim Rumsitzen kommt für mich nicht in Frage», sagt Rautenberg, der seit gut einem halben Jahr als Koch im Restaurant Jura in Asp tätig ist. Weil er wegen des Lockdowns nicht für seine Restaurantgäste kochen kann, zaubert er seiner Familie schöne Menus auf den Tisch. «Ich liebe es, an neuen Rezepten zu tüfteln», sagt er.

Einige seiner liebsten Rezepte – nicht nur mit Knoblauch – teilt er auf der Website des Knoblauchshops. Stetig kommen Neue dazu. Besonders mag er eine Knoblauch-Variation, die in der asiatischen Küche weit verbreitet, hierzulande aber noch kaum bekannt ist: schwarzen Knoblauch.

Ein Knoblauch wie Gummibärchen

«Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Pflanzenart, sondern um den gewöhnlichen weissen Knoblauch. Die schwarze Farbe erhält die Knolle durch einen speziellen Fermentierungsprozess», erklärt Rautenberg. Dieser dauere mehrere Wochen. Der schwarze Knoblauch hat einen grossen Vorteil – «er erzeugt nicht den typischen Knoblauch-Mundgeruch und hat keinen beissenden Geschmack», sagt Rautenberg.

Auch geschmacklich habe der schwarze Knoblauch mit dem gewöhnlichen Knoblauch nur noch wenig zu tun. Rautenberg schmeckt Ähnlichkeiten zu Balsamico-Essig, Lakritz oder Pflaumenkompott. Die Konsistenz sei weich – «vergleichbar mit einem Gummibärchen», fügt er lachend an. In seinem Shop verkauft er den schwarzen Knoblauch pur, aber auch in rotem Chili oder in einem Zwiebel-Chutney.

Michael Rautenberg weiss: An Knoblauch scheiden sich die Geister. Mit seinem Shop und seinen Knoblauch-Spezialitäten will er den einen oder anderen Geist von seiner Leidenschaft überzeugen.