Postulat

Grossrat Agustoni fordert vom Regierungsrat eine deutliche Stellungnahme

Die SBB-Bahnlinie im Fricktal darf nicht geopfert werden, dieser Meinung ist der Rheinfelder Grossrat Roland Agustoni. Diese Woche hat er ein Postulat eingereicht, das vom Regierungsrat verlangt, sich von der Strategie des Bundes zu distanzieren.

Marc Fischer
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Vom Bahnhof Frick sollen weiterhin auch Regionalzüge nach Basel fahren, forder GLP-Grossrat Roland Agustoni. ras

Vom Bahnhof Frick sollen weiterhin auch Regionalzüge nach Basel fahren, forder GLP-Grossrat Roland Agustoni. ras

Mitte Oktober waren Pläne des Bundes bekannt geworden, unrentable Regionalzüge durch Busse zu ersetzen. Auch die S1 von Basel nach Laufenburg, Frick und Brugg steht auf der Liste der Bahnen, die die sich nicht zu mindestens 50 Prozent selbst finanzieren. Bereits bei Bekanntwerden der Pläne hatten sich Fricktaler Verkehrspolitiker wie Rudolf Lüscher (Laufenburg) und Roland Agustoni (Rheinfelden) dezidiert gegen eine Verlagerung des Bahnverkehrs auf die Strasse ausgesprochen. Roland Agustoni kündigte sogar an: «Ich werde ein Postulat einreichen, um den Plan zur Streichung von Regionalbahnen im Keim zu ersticken.»

Nun liess der Rheinfelder GLP-Grossrat seiner Ankündigung Taten folgen und reichte diese Woche sein Postulat ein, in dem er den Regierungsrat bittet, «alles zu unternehmen, um unsere bewährten Regionalbahnen nicht durch Busverbindungen ersetzen zu lassen.»

In der Begründung des Postulats schreibt Agustoni: «Es kann und darf jedoch nicht angehen, dass das, vorab von unseren Jugendlichen benutzte und bewährte Nachtfahrangebot der Bahn von der Schiene ganz auf die Strasse verlagert wird. Dies wird schon aus logistischen Gründen nicht mehr zuverlässig funktionieren und entspricht nicht den ökologischen Grundsätzen, welche wir gerade unseren Jugendlichen vermitteln wollen.»

Auch Agustoni ist sich bewusst, dass es sich vorerst «nur» um eine Überprüfung der Linien handle. Dennoch fordert er die Kantonsregierung auf «alles zu unternehmen, um diese für das Fricktal bewährten und alle Regionen in unserem Kanton wichtigen Bahnverbindungen nicht zu opfern.» Eine Verlagerung auf die Strasse sei ein ökologischer Blödsinn und werde die ohnehin schon angespannte Situation auf unseren Strassen noch weiter verschärfen. «Der Regierungsrat wird deshalb eingeladen, sich schon bei der vorliegenden Vernehmlassung des Bundesamtes für Verkehr in seiner Stellungnahme klar und deutlich von dieser angedachten «Strategie» zu distanzieren.»