Laufenburg

Note «mangelhaft» für die Hallen-Bühne

Die Stadthalle sei schwierig zu vermieten, sagen Kulturveranstalter. Der Stadtrat kennt gewisse Kritikpunkte – und will die Vermarktung intensivieren.

Marc Fischer
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Die Bühne der Laufenburger Stadthalle – hier mit den International Magic Tenors – steht in der Kritik. Archiv

Die Bühne der Laufenburger Stadthalle – hier mit den International Magic Tenors – steht in der Kritik. Archiv

Ingrid Arndt

Im Mai 2013 stand Bastian Baker zur Eröffnung auf der Bühne der Laufenburger Stadthalle. Seither blieben die Highlights in der als «Eventhalle» angepriesenen Halle rar. In einem Leserbrief weist der Laufenburger Sänger und Kulturveranstalter Tino Brütsch nun auf Mängel hin, die die Vermietung der Halle erschweren (az vom Samstag). Der starre Lichtrost etwa hänge zu tief über der Bühne und eine attraktive Beleuchtung sei in der weissen Halle fast unmöglich. Und: Die Bühne sei zu wenig hoch. «Bei Veranstaltungen mit Stehplätzen hat nur das vorderste Drittel des Publikums die Bühne im Blick.»

Unterstützung erhält er von Pierro Ryser aus Kaisten, der landesweit Konzerte und Veranstaltungen organisiert und auch die Stadthalle schon genutzt hat. «Die Bühne ist ein Manko», so Ryser, «die Lichtdecke hängt zu tief.» Nationale bekannte Bands hätten wegen diesen Mängeln bereits darauf verzichtet in der Stadthalle aufzutreten, so Ryser weiter. Neben der Bühne bemängelt Ryser auch die Heizungs-/Lüftungssteuerung. Mal sei es zu heiss, mal – wie jüngst bei Nik Hartmann – zu kalt.

Renata Vogt vom Kulturausschuss beider Laufenburg, die zahlreiche Anlässe in der Halle organisiert, kennt die Einschränkungen ebenfalls. Es sei «arg schade», dass man bei der Planung nicht besser auf solche Details geachtet habe. Bei ihr überwiegt aber dennoch das Positive: «Wir sind sehr froh um diese Halle. Viele unserer Veranstaltungen könnten wir sonst nicht in Laufenburg durchführen.» Ein Lob erhält die Halle auch von Pierro Ryser: «Die Akustik für Musik mit Verstärkern ist sehr gut.»

Auf Anfrage erklärt Stadtammann Herbert Weiss, dass in Feedbacks die Bühnenhöhe kritisiert wurde. Aber: «Ausser der Bühne und teilweise vorhanden Heizung-/Lüftungsproblemen haben wir eine tolle Halle.» Die Probleme mit Heizung und Lüftung will der Stadtrat deshalb auch konkret angehen. Und auch bezüglich des Lichtrosts über der Bühne laufen gemäss dem Stadtammann Abklärungen. Hier müsse man sich allerdings die Kosten-/Nutzenfrage stellen. Tino Brütsch schreibt zu dieser Überlegung bereits im Leserbrief, Laufenburg habe die Wahl zwischen zusätzlichen Investitionen, um die Mängel «so gut wie möglich» zu beheben, und einer «weitgehend ungenutzten Stadthalle.»

Mit Auslastung nicht zufrieden

Weiss verhehlt nicht, dass die Auslastung der Halle nicht den Erwartungen entspricht. Laut Auskunft der Raumverwaltung gab es in den Jahren 2014 bis 2016 jährlich zwischen 40 und 50 Reservationen, davon mehr als die Hälfte Privatanlässe. Das Ziel sei es aber, dass die Halle «mehr als einmal pro Woche» genutzt werde. Sie werde deshalb auch auf verschiedenen Plattformen beworben. Zudem sei eine aktive Vermarktung geplant. Für Pierro Ryser ist klar, dass es dafür einen Eventvermarkter braucht.