Jugendarbeit

Offene Jugendarbeit Sisslerfeld unterwegs mit dem Jugendmobil

Ab Mitte Juni geht die offene Jugendarbeit Sisslerfeld mit einem Jugendmobil auf Tour in den vier Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein. Bereits Anfang Mai ist der Startschuss bei der Anlaufstelle in Stein gefallen.

Marc Fischer
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Jugendarbeiter gegen mit einem Jugendmobil auf Tour

Jugendarbeiter gegen mit einem Jugendmobil auf Tour

Marc Fischer

Raphaela Gisler und Tomas Horak, die beiden Jugendarbeiter, die je in einem 50-Prozent-Pensum angestellt sind, haben seither die Anlaufstelle eingerichtet und Kontakte mit Jugendlichen, Schulen und umliegenden Jugendprojekten geknüpft.

Seit 2009 sind die vier Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein in Gesprächen über eine gemeinsame Jugendarbeit. Von der Fachhochschule Nordwestschweiz wurde eine Bedarfsabklärung erstellt und in Zusammenarbeit mit dem Verein Jugend und Freizeit ein Umsetzungskonzept erstellt. An den Wintergemeindeversammlungen hiessen alle vier Gemeinden den Kredit für eine Pilotphase bis ins Jahr 2014 gut.

Die operative Umsetzung wurde im Mandat an den Verein Jugend und Freizeit übergeben. Daneben haben die vier Gemeinden eine Jugendkommission mit Gemeinde- und Kirchenvertretern und Jugendlichen gegründet, die das Projekt begleitet.

«Nun freuen wir uns, dass die Umsetzungsphase angelaufen ist», führte Benie Ankli, Steiner Gemeinderätin und Präsidentin der Jugendkommission aus. «Seit Anfang Mai sind Raphaela Gisler und Tomas Horak im Einsatz», so Arsène Perroud vom Verein Jugend und Freizeit. Der 35-Jährige Tomas Horak ist Sozialpädagoge und momentan in seinem Masterstudium, Raphaela Gisler ist 21-jährig und beginnt im Herbst ihr Studium in Sozialer Arbeit. Beide sind derzeit in Basel wohnhaft.

Die Anlaufstelle der Offenen Jugendarbeit Sisslerfeld befindet sich an der Zürcherstrasse 5 in Stein. Sie ist jeweils am Mittwochnachmittag besetzt. «Die Jugendlichen können dann vorbeikommen und ihre Anliegen vorbringen», so Raphaela Gisler, «wir haben aber auch ein vielfältiges Spielangebot.» Ab Mitte Juni nimmt dann auch das Jugendmobil seinen Betrieb auf. «Wir sind gerade dabei herauszufinden, wo die spannenden Plätze in den vier Gemeinden sind», erklärt Tomas Horak.

Das Jugendmobil beinhaltet neben einer kleinen Lounge zahlreiche Spielgeräte vom Töggelikasten bis zum Diabolo. Ziel sei es, mindestens einmal pro Woche in jeder Gemeinde vor Ort zu sein - an den Orten, an denen sich die Jugendlichen aufhalten. Um diese aufzuspüren, seien sie auch auf Informationen von Jugendlichen angewiesen.

Wie Arsène Perroud erläuterte, soll längerfristig Kontinuität und Regelmässigkeit einkehren. «Wir wollen einen erstellen, der am Rhythmus der Jugendlichen angelehnt ist. «Es wird sich schnell herumsprechen, wann wir wo stehen», ist Tomas Horak überzeugt, «als Kommunikationsplattform werden wir zudem Facebook rege nützen.»

Die Zielgruppe der 12- bis 16-Jährigen sei via Facebook bestens vernetzt. Für die Zeit nach den Sommerferien ist es geplant, spezielle Angebote für Mädchen zu offerieren. Wie für die gesamte offene Jugendarbeit gilt aber auch hierbei das Kernanliegen der beiden Jugendarbeiter: «Wir haben viele Ideen und Vorstellungen. Die konkrete Umsetzung sollte aber von den Jugendlichen aus kommen.» Es bleibt als noch einiges an Gestaltungsspielraum.