Region

Präsident des Planungsverbandes: «Nicht von oben vorschreiben»

Hansueli Bühler, Präsident des Planungsverbandes Fricktal Regio, sagt, warum die Studie zu den Oberstufenstandorten eine Auslegeordnung ist und was er sich für die Schulzukunft wünscht.

MArc Fischer
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«Die Gemeinden und Schulkreise sollen nun ihre eigenen Schlüsse ziehen und Massnahmen ableiten.»

«Die Gemeinden und Schulkreise sollen nun ihre eigenen Schlüsse ziehen und Massnahmen ableiten.»

In der vorgelegten Regionalstudie wird zwar Handlungsbedarf geortet, konkrete Empfehlungen, an welchen Standorten künftig Oberstufenzentren stehen sollen, fehlen aber. Warum?

Hansueli Bühler: Es war von Beginn weg klar, dass wir eine Auslegeordnung machen wollen. Wir wollten den Gemeinden, die Träger von Fricktal Regio sind, nicht von oben herab etwas vorschreiben. Die Gemeinden und Schulkreise sollen nun ihre eigenen Schlüsse ziehen und Massnahmen ableiten.

Wird die Empfehlung, dass die Diskussion unter der Federführung der kleinen Standorte geführt wird, funktionieren?

Ich denke schon. Gipf-Oberfrick und das Fischingertal etwa stehen bereits unter dem Druck des Bildungsdepartements. Ihnen ist bewusst, dass etwas passieren muss. Wir haben nun mit der Studie die Grundlagen geliefert. Nicht zuletzt weil sich gezeigt hat, dass eine Änderung in einem Schulkreis schnell auch Auswirkungen auf die benachbarten Kreise haben kann.

Welche der vorgeschlagenen Alternativen favorisieren Sie persönlich?

Ich denke, wir sollten uns in der Region auf die vier Bezirksschulstandorte konzentrieren. Allerdings braucht es am einen oder anderen Ort Aussenstellen, damit nicht in einer Gemeinde viel Schulraum gebaut werden muss, während in einer anderen das Schulhaus leer steht.

Ist das auch die wahrscheinlichste Lösung für die Zukunft?

Das ist schwierig zu sagen. Ich hoffe jedoch, dass die Gemeinden langfristig denken und nicht nur das machen, was kurzfristig unumgänglich ist. Sonst müssen die Diskussionen in fünf Jahren erneut geführt werden.