Münchwilen
Referendum gegen Schulhausbau ist zustande gekommen

Gegen den Beschluss der ausserordentlichen Einwohnerversammlung vom 23. März in Münchwilen, 5,35 Millionen Franken für den Aus- und Umbau des Schulhauses zu bewilligen, wurde das Referendum ergriffen. Es wurden 92 gültige Unterschriften eingereicht.

Walter Christen
Merken
Drucken
Teilen
Referendum ergriffen gegen Aus- und Umbau des Schulhauses Münchwilen

Referendum ergriffen gegen Aus- und Umbau des Schulhauses Münchwilen

Walter Christen

Die Voraussetzungen sind erfüllt; der Gemeinderat hat den Eingang von 92 gültigen Unterschriften festgestellt und erklärte nach Prüfung der Unterschriftenbogen das Referendum in formeller und materieller Hinsicht als zustandegekommen, wie es in einer Mitteilung aus dem Gemeindehaus Münchwilen von heute Dienstagmorgen heisst.

Die Zahl der Stimmberechtigten belief sich am 28. März auf 588. Die nötige Zahl der Unterschriften für das Zustandekommen des Begehrens beträgt einen Zehntel, also 59 gültige Unterschriften. Total eingereicht worden sind, wie erwähnt, 92 Unterschriften, wovon alle gültig sind.

Bereits die erste Vorlage für den Aus- und Umbau des Schulhauses, die den Stimmberechtigten an der Budget-Gemeindeversammlung 2011 unterbreitet wurde, stiess auf Kritik und wurde damals mit dem Auftrag an den Gemeinderat zurückgewiesen, das Projekt sei zu optimieren. Auch mit der überarbeiteten Version, welche an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 23. März angenommen wurde, können sich noch immer nicht alle Stimmberechtigten einverstanden erklären, weshalb sie das Referendum ergriffen.

Alte und neue Gebäude

Das bestehende Schulhaus in Münchwilen soll durch die Erweiterung in einen neuen, eigenständigen Bau verwandelt werden. Zusammen mit der Turnhalle würde das neue Gebäude den neuen Eingangs- und Pausenraum. Die kompakte, leicht gestaffelte Form der neuen Schule beliesse die Sportanlagen, wie sie sind. Über die Dachform werden alte und neue Gebäudeteile miteinander verbunden.

Das neue Schulhaus und die bestehende Turnhalle verfügen über eigene gedeckte Pausenräume. Für den Mehrzweckraum ist ein eigener Zugang vorgesehen. Im architektonischen Ausdruck wurde eine Verbindung von Bestand und Neu gesucht. Die Wirkung der vertikalen Plattenverkleidung des Schulhauses schafft eine Verwandtschaff mit ländlichen Gebäuden in der Umgebung. Das übernommene Muster von hölzernen Scheunenwänden der Bauernhäuser wird zu einer zeitgemässen Auszeichnung entwickelt.

Raumstruktur wird übernommen

Die geplante Erweiterung erlaubt, einen Grossteil der Rohbausubstanz zu erhalten, um den Umbauaufwand gering zu halten. Die Raumstruktur des bestehenden Schulhauses wird übemommen und beidseitig mit je einer Anfügung weitergebaut. Der Eingang wird vom Pausenplatz ebenerdig und behindertengerecht erschlossen. Dadurch entsteht ein überhöhes Entree, das einen offenen Übergang zur bestehenden Treppenanlage schafft. Aus dieser gelangt man direkt ins Obergeschoss, wo eine flexibel nutzbare Lernlandschaft für zukünftige Unterrichtsformen geplant ist. Ebenso werden aus dem Eingangsraum, Lift, Toiletten und Hauswarträume direkt erschlossen. Das Lehrerzimmer wird mit dem Vorbereitungsraum und der Schulleitung zusammengelegt. Die bestehenden Technikräume werden nur minimal den veränderten Bedürfnissen angepasst.

Die optimale Belichtung der Räume ist ein zentrales Anliegen. Alle neuen Klassenräume sind deshalb zweiseitig übers Eck befenstert. Dies erlaubt gleichzeitlg eine optimale Belüftung, welche in Form einer automatischen Fensterlüftung vorgesehen ist und für das Erreichen des Minergie-Standards zwingend notwendig ist.