Rheinfelden

Tierpflegerin klagt an: «Die Rheinfelder Stadtgeissen sterben den Hungertod»

Weil ein Werkhofmitarbeiter zu knauserig mit dem Futter umgehe, seien in Rheinfelden bereits drei Zwerggeissen verhungert, sagt Tierpflegerin Esther Senn. Für sie könnte der Gang an die Öffentlichkeit berufliche Konsequenzen haben.

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Bekommen sie auch genügend Futter? Die Stadtgeissen von Rheinfelden (Archiv)

Bekommen sie auch genügend Futter? Die Stadtgeissen von Rheinfelden (Archiv)

AZ

Am vergangenen Freitagabend schleppt Esther Senn zusammen mit ihrem Partner Ruedi Müller ein Zwerggeissli aus dem Gehege für Zwergziegen in Rheinfelden. Dies ist bereits das dritte Mal in diesem Winter.

Esther Senn ist angestellte Tierpflegerin des Streichelzoos. Jetzt hat sie genug und spricht Klartext: «Seit Jahren ist es so, dass zu wenig gefüttert wird». Die drei Geissen hätten qualvoll verhungern müssen ist sich Esther Senn sicher.

Schuld daran sei der «Geissen-Vater», wie unter Bekannten genannt wird. Der Werkhofmitarbeiter sei für den Futterplan verantwortlich. Und dieser sehe im Winter lediglich zwei Ballen Heu für insgesamt 13 Zwerggeissen vor. Viel zu wenig, findet Esther Senn.

Mit einer Autopsie der verstorbenen Zwerggeiss will Esther Senn jetzt beweisen, dass das Tier verhungert sei.

Der Werkhofchef von Rheinfelden sagte auf Anfrage von «TeleM1», dass er mit dem entsprechenden Mitarbeiter das Gespräch suchen werde. Jedoch wolle er zuerst das Ergebnis der Pathologie abwarten.

Für Esther Senn als Angestellte der Stadt Rheinfelden könnte der Gang an die Öffentlichkeit berufliche Folgen haben. Sprich: Sie könnte ihren Job verlieren. Doch dies ist ihr im Moment «egal». Zu viel sei vorgefallen, der «Geissen-Vater» gehöre abgesetzt.

Für den Ammann der Stadt Rheinfelden Franco Mazzi sind die Anschuldigungen schlicht «haltlos», wie er gegenüber «TeleM1» sagte. (az)

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