Rheinfelden

Von Logistiker bis Bäcker: Abschlussklassen basteln an ihrer Zukunft

Die Suche nach dem Berufsweg ist für viele eine Herausforderung. Um die Suche zu erleichtern, konnten die Abschlussklassen der Kreisschule Unteres Fricktal an 23 Informationsständen unterschiedliche Berufe erkunden.

Rael Probst
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Schülerinnen diskutieren mit Bekleidungsgestalterinnen.

Schülerinnen diskutieren mit Bekleidungsgestalterinnen.

Rael Probst

Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen gehen von Tisch zu Tisch, diskutieren und stellen Fragen über Fragen. 23 Informationsstände sind im Flur des Schulhauses Engerfeld in Rheinfelden aufgebaut.

Von Kosmetikerinnen über Logistiker bis hin zu Bäcker-Konditoren - alle stehen sie hinter ihren jeweiligen Tischen und bieten mit Broschüren, Kurzfilmen und Modellen einen Einblick in ihre Arbeit.

Für drei Berufe durfte sich jeder Schüler im Vorfeld anmelden. 130 interessierte Jugendliche nutzen das Angebot. «Muss man für diese Ausbildung eine 5 in Mathe haben?», ist eine von vielen Fragen, welche die Schüler beschäftigen.

Oftmals sind junge Menschen überfordert mit den Erwartungen, die man an sie stellt, und auch damit, was sie selbst wirklich wollen. Deshalb seien Angebote wie dieses sehr wertvoll und nützlich, sagt eine Schülerin.

Den Schülern Perspektive bieten

Eine kurzweilige Begrüssung macht klar, um was es bei dieser Veranstaltung geht: Der direkte Austausch zwischen Schüler und Arbeitgeber steht im Vordergrund. «Jeder hat seinen Platz in der Welt, jeder findet seinen Weg», betonen die Veranstalter.

Die Einleitung beruhigt die aufgeregten Abschlussschüler; man muss nicht studieren, um sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Eine Lehre bringt Berufserfahrung mit sich und die ist oft wichtiger als Noten oder Uniabschlüsse auf einem Blatt Papier.

Den Jugendlichen einen weiteren Motivationsschub zu geben und ihre Berufsfindung anzuregen, liegt Gesamtschulleiter Beat Petermann und dem gesamten Lehrerteam am Herzen. Zum fünften Mal wird die Informationsveranstaltung durch den Gewerbeverein Rheinfelden ermöglicht.

«Erkennen, was man nicht will»

Unter den Lernenden, die Auskunft geben, ist hin und wieder ein ehemaliger Schüler der Schule zu sehen. Nicht selten werden diese altbekannten Gesichter eingeladen, um privat mit einer Klasse zu sprechen. Die Schule nützt alle Möglichkeiten, die Jugendlichen in ihrer Berufswahl zu stützen.

Erschöpft löst sich ein Schüler von der Diskussionsrunde am Tisch der Informatiker. Das sei nichts für ihn, hat er bereits nach 15 Minuten erkannt und widmet sich einem neuen Beruf, den es zu erkunden gilt. Lehrpersonen, die diese Szene beobachtet haben, sind sich einig: «Auch das ist ein Schritt in die richtige Richtung: Erkennen, was man nicht will.»