SwissAwards 2012
Christine Egerszegi: «Ich geniesse die Nominierung»

Die Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi ist für die «Schweizerin des Jahres 2012» nominiert, eine Würdigung vor allem für ihre lancierte Initiative «Jugend und Musik». Über die Nominierung zeigt sie sich hocherfreut.

Melanie Su
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Für ihre beständige politische Arbeit, aber vor allem für ihre lancierte Initiative «Jugend und Musik», die mit überwältigender Mehrheit vom Volk angenommen wurde, ist die Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist für die «Schweizerin des Jahres 2012» nominiert worden. Die musikalische Bildung in der Schweiz, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, wird nun dank ihr stärker gefördert.
Eine hochkarätige Jury hat sie gemeinsam mit 17 anderen aus verschiedenen Kategorien vorgeschlagen. Am 12. Januar wird die Entscheidung an der SwissAward-Show fallen.

Die Nominierten 2012

1. 77 Bombay Street (Show)
2. Roberto Agosta (Wirtschaft)
3. Albert M. Baehny (Wirtschaft)
4. Bastian Baker (Show)
5. Cecilia Bartoli (Kultur)
6. Paolo Bernasconi (Politik)
7. Carlo Cetonze (Gesellschaft)
8. Dario Cologna (Sport)
9. Bineta Diop (Gesellschaft)
10. Christine Egerszegi-Obrist (Politik)
11. Markus & Daniel Freitag (Wirtschaft)
12. Rolf-Dieter Heuer (Gesellschaft)
13. Gerry Hofstetter (Show)
14. Philippe Jordan (Kultur)
15. Jakob Kellenberger (Politik)
16. Ursula Meier (Kultur)
17. Nicola Spirig (Sport)
18. Edith Wolf-Hunkeler

Ehrung für Schweizer Musikszene

Sie selbst freut sich sehr über die Nominierung: «Es ist eine Ehrung für die ganze Musikszene der Schweiz und eine Anerkennung der Arbeit, die wir geleistet haben.» Im Moment seien sie daran, den Verfassungsartikel umzusetzen. «Es war grosser Erfolg, dem Singen und Musizieren den Stellenwert zu geben, den sie verdienen.»

Ende November hatte sie einen Brief erhalten, in dem ihr die Nominierung mitgeteilt wurde. «Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet», gesteht sie. «Ich war ja schon mal nominiert und weiss, wie es sich anfühlt. Die Nominierung muss man einfach geniessen.» 2007 war die damalige Nationalratspräsidentin schon nominiert, der SwissAward ging jedoch an Menschenrechtlerin Carla Del Ponte. Über einen eventuellen Sieg bei der Award-Show am Samstag macht sich Egerszegi jedoch noch keine Gedanken.

Gratulationen hat sie aber schon einige bekommen: «Heute morgen kam eine liebe SMS der Präsidentin des Schweizer Jodlervereins». Und wenn sie tatsächlich gewinnen würde? «Es wäre eine Gelegenheit, die Wichtigkeit der Musik nochmals aufzuzeigen», sagt sie.

Programmhinweis

Am Samstag, dem 12. Januar werden die Auszeichnungen bei den SwissAwards - die Millionengala 2012 ab 20:10 Uhr auf SRF1 verliehen.

Erfolgreiche Aargauer

Der Kanton Aargau war in der Vergangenheit sehr erfolgreich bei den SwissAwards. Die Aargauer Rolf Maibach und Freddy Nock holten sich jeweils den SwissAward in den letzten zwei Jahren. Christine Egerszegi würde sich also sehr schön in die Tradition eines Aargauer Gewinners einfügen. «Das ist eine Auszeichnung für unseren Kanton», meint die Präsidentin der IG «Jugend und Musik». «Besonders freut es mich, dass mit Susanne Wille dieses Jahr auch eine Aargauerin bei den Awards Moderatorin sein wird.» Die ehemalige 10vor10-Moderatorin kommt aus Villmergen und tritt in die Fussstapfen von Sandra Studer.

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