Nationalfeier
Wo brunchen Sie am 1. August? Auf diesen Aargauer Bauernhöfen hat es noch freie Plätze

Betriebe im ganzen Kanton laden zum 1. August-Brunch. Die Landwirte erzählen, wie sie mit den Covid-Auflagen umgehen und bei wem es noch freie Plätze hat.

Ann-Kathrin Amstutz
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Auf dem Seenger Rooshof hat der 1. August-Brunch lange Tradition. Auch dieses Jahr hat Familie Sandmeier Platz für 160 Gäste. (Bild vom 01.08.2014)

Auf dem Seenger Rooshof hat der 1. August-Brunch lange Tradition. Auch dieses Jahr hat Familie Sandmeier Platz für 160 Gäste. (Bild vom 01.08.2014)

Emanuel Per Freudiger/Archiv

Ein währschaftes Buure-Zmorge am 1. August gefällig? Das ist dieses Jahr auch im Aargau wieder möglich. Und zwar im grossen Stil: Bis zu 500 Personen draussen und bis zu 250 Personen drinnen können ohne Covid-Zertifikat zusammen brunchen.

Veranstalten Sie einen 1. August-Bauernbrunch im Aargau oder wissen von einem, den wir nicht in der Liste führen? Melden Sie sich per Whatsapp 079 858 34 12 oder E-Mail online@chmedia.ch.

«Es ist erfreulich, dass trotz erschwerter Bedingungen so viele mitmachen», sagt Patrick Schellenberg vom Aargauer Bauernverband. Besonders nach dem Frust vom letzten Jahr, als alle bis auf einen Betrieb den Brunch absagen mussten.

Dieses Jahr sieht es besser aus. Die Umfrage der AZ zeigt: Die Landwirte sind guten Mutes, dass der Brunch heuer wie geplant stattfinden kann. Während die einen schon fast ausgebucht sind, läuft der Vorverkauf bei anderen erst langsam an. Wir haben bei einigen Landwirten nachgefragt, wo es noch freie Plätze hat.

In Bözen gibt es dieses Jahr «nur» 500 Plätze

Noch Plätze zu vergeben hat der grösste und wohl traditionsreichste 1. August-Brunch-Veranstalter im Kanton: Auf dem Söhrenhof in Bözen bei Familie Amsler sind noch zwei Drittel der 500 Plätze frei. Christine Amsler rechnet damit, dass alle Plätze weggehen: «Dieses Jahr sind es weniger Anbieter als sonst, deshalb wollen sich die Leute schon früh einen Platz sichern», meint sie.

Auf dem Söhrenhof in Bözen sind noch zwei Drittel der Plätze für den 1. August-Brunch frei. Familie Amsler hat Erfahrung mit der Bewirtung von Gästen, so wie hier bei der Schweizer Meisterschaft im Chriesistei Spucken im Jahr 2016.

Auf dem Söhrenhof in Bözen sind noch zwei Drittel der Plätze für den 1. August-Brunch frei. Familie Amsler hat Erfahrung mit der Bewirtung von Gästen, so wie hier bei der Schweizer Meisterschaft im Chriesistei Spucken im Jahr 2016.

Karin Pfister

Die Amslers haben viel Erfahrung mit dem Brunch zum Nationalfeiertag: Zum 25. Mal führen sie ihn durch. Sie haben sich entschlossen, statt der üblichen 800 «nur» 500 Plätze anzubieten, damit auch Leute ohne Covid-Zertifikat kommen können. Es würde viel zu aufwendig, wenn man das kontrollieren müsste, meint Amsler: «Mit 500 Leuten haben wir eine bessere Übersicht und Kontrolle.»

Nur schleppend läuft der Vorverkauf in Vordemwald

Auch der Brunch bei Familie Moor aus Vordemwald gehört zu den grösseren im Kanton. Der Hof auf dem Rümlisberg bietet Platz für 350 Gäste - bisher seien aber erst 40 angemeldet, sagt Claudia Moor: «Das ist eher verhalten im Vergleich zu früheren Jahren. Da waren wir immer ausgebucht.»

Es mag an der Unsicherheit der Leute liegen oder daran, dass sie noch gar nichts vom Brunch wissen: «Die Vorlaufzeit war sehr kurz», erklärt Moor. Deshalb rechnet sie damit, dass sich die Plätze noch füllen.

Wegen der Corona-Beschränkungen kommen die Gäste bei Moors in zwei Schichten: von 9 bis 11 Uhr oder von 11 bis 13 Uhr. «So haben sicher alle genug Platz - am Tisch und am Buffet», so Moor.

Bei Neuling Simon Goldenberger ist der Brunch schon fast ausgebucht

Zum ersten Mal organisiert Simon Goldenberger aus Schmiedrued einen 1. August-Brunch. Mit 50 Plätzen im kleinen Rahmen, dafür ist der Ruedertaler Landwirt schon fast ausgebucht: «Noch ein Pärli oder eine Familie hat Platz, dann sind wir voll», erklärt Goldenberger.

Sie hätten im Vorfeld keine Ahnung gehabt, wie gross der Ansturm sei. Also planten sie lieber kleiner, dafür mit weniger Risiko. Auch bezüglich Corona-Absage: «Es ist sicher von Vorteil, dass der Brunch bei uns im kleinen Rahmen und komplett draussen stattfindet», meint Goldenberger.

Der Betrieb im Bodenrüti hat sonst kein agrotouristisches Angebot. «Der Brunch ist für uns eine Chance, mit den Leuten in Kontakt zu kommen», sagt Goldenberger. Die Gäste dürfen sich auf ein kinderfreundliches Angebot, viele selbst gemachte Produkte und einen schönen Ausblick übers Ruedertal freuen.

Handorgel-Musik gibt's in Baden

Damian Suter aus Baden lädt zum 1. August-Brunch im Suter's Hoflädeli. 220 Plätze gibt es bei ihm - dank grosszügiger Platzverhältnisse gleich viele wie vor der Pandemie. Auch der Vorverkauf läuft gut: «Wir sind sicher schon zur Hälfte ausgebucht», sagt Suter.

Für ihn war es keine Frage, dass er den 1. August-Zmorge durchführen würde, wenn es die Massnahmen erlauben. «Der Brunch hat bei uns schon Tradition», erklärt Suter. Auch die Live-Musik darf bei ihm nicht fehlen: Ein Handorgel-Duo aus Boswil sorgt während des Buure-Zmorge für Stimmung.

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