Handball

Die Handballer verlängern die Weihnachtspause

Die NLB-Handballer aus Zofingen kassieren gegen Altdorf eine 30:38-Niederlage

Michael Wyss
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Trotz dreifacher Altdorfer «Begleitung» erzielt Zofingens Luca Schmid eines seiner sechs Tore. Otto Lüscher

Trotz dreifacher Altdorfer «Begleitung» erzielt Zofingens Luca Schmid eines seiner sechs Tore. Otto Lüscher

OTTO LUESCHER AARAU

Für die Gäste aus Altdorf war die Partie in Zofingen ein besseres Trainingsspiel – zumindest bis zur Pause. Die Einheimischen vermochten nur gerade drei Minuten mitzuhalten und zerfielen danach in ihre Einzelteile. «Wir waren schlicht und einfach nicht bereit», ärgerte sich TVZ-Trainer Zsolt Toth speziell über die Defensivleistung seiner Mannschaft, «zurücklaufen und verteidigen hat nichts mit Können zu tun, sondern einzig und allein mit Einstellung. In der ersten Hälfte haben wir 90 Prozent der 1:1-Situationen verloren, das kann nicht sein.»

Selbst die Gegner aus dem Kanton Uri dürften überrascht gewesen sein, wie einfach es ihnen gemacht wurde. Angeführt von den beiden Ausländern Marko Koljanin und Mario Obad, die bis zum Schluss jeweils auf elf persönliche Treffer kamen, konnten die Gäste ungestört schalten und walten und sich stetig von den Thutstädtern lösen.

Trotz allem zwei Lichtblicke

Nach gut zwölf Minuten lagen die auch im Angriff fahrig auftretenden Gastgeber bereits mit sieben Toren (4:11) zurück. Weiter spielten sich die Altdorfer ein ums andere Mal problemlos durch die TVZ-Abwehr, liessen sich nur wenige Möglichkeiten entgehen und führten zur Pause 22:12.

Selbstverständlich war die Partie damit gelaufen, was den beiden Trainern immerhin die Möglichkeit gab, sämtlichen Akteuren zu Spielzeit zu verhelfen und einigen eine Pause zu gönnen. Der TV Zofingen fand nach dem Seitenwechsel etwas besser in die Begegnung, was allerdings auch mit dem deutlich gefallenen Konzentrationspegel des Gegners zu tun hatte. Nachdem sie auf 13 Tore davongezogen waren, liessen die Gäste nach, leisteten sich viele Fehler und sorgten damit immerhin dafür, dass es für die Einheimischen nicht eine noch deutlichere Klatsche absetzte. Dieser Umstand könnte im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf noch von Bedeutung sein, denn in den nächsten Wochen stehen die beiden ungemein wichtigen Heimspiele gegen die SG Yellow/Pfadi und den STV Baden auf dem Programm.

Trotz allem Negativen gab es auf Zofinger Seite aber auch zwei erfreuliche Auftritte zu beobachten. Der neuverpflichtete Alexander Milovanovic bewies, dass er für den TVZ eine Verstärkung darstellen kann, und der 20-jährige Luca Schmid zeigte wahrscheinlich das beste NLB-Spiel seiner noch jungen Karriere. In der zweiten Hälfte erzielte der Linkshänder aus dem Rückraum sechs Treffer – und damit mehr als in allen bisherigen Partien zusammen.