Rothrist

Erneute Einsprache: Die Pfister-Gruppe hat in Rothrist Ärger mit dem VCS

Die Pfister-Gruppe wollte an der A1 in Rothrist eine Möbelmeile schaffen. Mit einem ersten Grossprojekt war der VCS aber bereits im Jahr 2017 nicht einverstanden. Auch das redimensionierte Projekt am «Roten Haus» kommt nicht besser an.

Urs Helbling
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Die Pfister-Gruppe wollte das «Rote Haus» ausbauen. Der VCS ist jedoch dagegen.

Die Pfister-Gruppe wollte das «Rote Haus» ausbauen. Der VCS ist jedoch dagegen.

Katia Ruch

Seit der Übernahme von Möbel Hubacher im Jahr 2015 hat die Pfister-Gruppe ein starkes Standbein an der A1 in Rothrist. «Der Standort ist genial für Retail und er ist geeignet für Möbel», erklärt Rudolf Obrecht, Verwaltungsratsdelegierter der F. G. Pfister Holding.

Pfister wollte dort eine Möbelmeile schaffen. «Im Grunde haben wir es möglich gemacht, dass XXXLutz nach Rothrist kommen konnte», so Obrecht. «Wir besitzen im ehemaligen Stilhaus der früheren Besitzer des Möbelhauses Hubacher ein Vormietrecht. XXXLutz konnte dort nur mit unserer Zustimmung einziehen.»

Pfister hätte das «Rote Haus» gerne ausgebaut. Ein erstes, 50 Millionen Franken teures Projekt wurde 2017 aufgelegt. Conforama und Jumbo hätten einziehen sollen, es war der Bau von 70 zusätzlichen Parkplätzen vorgesehen. Damit war der VCS nicht einverstanden. Er machte eine Einwendung.

Im August kam Pfister mit einem redimensionierten Projekt ohne Conforama. Faktisch einer Sanierung des Gebäudes. «Der VCS hat auch gegen das abgeänderte Baugesuch Einsprache gemacht. Er beharrt auf seiner Haltung, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig sei – obwohl wir an den Parkplätzen nichts verändern», erklärt Rudolf Obrecht. «Tatsache ist, dass wir ohne Umbau jährlich rund 100'000 Liter Erdöl verbrauchen, obwohl wir bereits 36 Erdsonden gesetzt haben.»