NAB-Award
"Es hat mich extrem berührt, als 1000 Leute zu meinen Ehren aufgestanden sind"

Kinderarzt Markus Wopmann ist neuer Aargauer des Jahres. Im ersten Interview spricht er über seine Gefühle nach dem deutlichen Sieg und dankt dem Publikum.

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Der Vorsprung war deutlich: Markus Wopmann hat die Wahl zum Aargauer des Jahres 2017 mit über 50 Prozent der Stimmen gewonnen. "Ich bin erschlagen, kann es nicht richtig einordnen", freut sich der Kinderarzt im Sieger-Interview mit "Tele M1" über das glänzende Resultat. Er dankt den Zuschauern für die Unterstützung und äussert seine Hochachtung: Er habe "sehr viel Respekt vor der Haltung des Publikums, das Kinderschutz als wichtig angeschaut hat".

Dass sich das Publikum beim Applaus erhob, ging Wopmann sehr nahe: "Es hat mich extrem berührt, als 1000 Leute zu meinen Ehren aufgestanden sind." Das sei nicht selbstverständlich, er könne es einfach nur geniessen.

Aargauer des Jahres 2017
43 Bilder
Bejubelt seinen Sieg: Markus Wopmann.
Wopmann im Gespräch mit Moderatorin Sandra Studer.
Sie führte mit Sven Epiney durch den Anlass.
Zwischen-Styling auf der Bühne für Studer.
1200 Gäste strömten zur Gala.
Blick in den Saal.
Die Protagonisten des Abends (von links): Sven Epiney, Roland Herrmann ( CEO NAB), Sieger Markus Wopmann, die Finalisten Rosmarie Hochuli und Marco Nyffeler und Sandra Studer.
Die NAB-Charity brachte nach der Wahl zum Aargauer des Jahres über 108'000 Franken ein.
Ein Grossteil des Geldes ging an die Stiftung Von Effinger, den Verein Tixi Aargau und den Verein Waldexperiment.
Die Prominenz erschien zahlreich am NAB-Award: Nationalrätin und Jurypräsidentin Corina Eichenberger in Begleitung von Erwin Griesshammer.
Regierungsrat Urs Hofmann und Ehefrau Monika Graf.
Aargauer des Jahres 2013 Lucas Fischer mit seiner guten Kollegin Olivia Sieber.
Regierungsrat Alex Hürzeler und Frau Ursula.
AZ-Verlegerfamilie Florian, Maja und Peter Wanner mit AZ-Medien-CEO Axel Wüstmann.
Patrik Müller, Chefredaktor Aargauer Zeitung/Die Nordwestschweiz in Begleitung von Ehefrau Bettina Bertschinger.
NAB-CEO Herrmann mit Lebenspartnerin Karin Gollnau.
GLP-Nationalrat Beat Flach mit Frau Angélique.
Sängerin Sina, die ebenfalls in der Jury sass und Bloggerin Kafi Freitag.
Urs Hofstetter (Radio Argovia), mit Jurymitglied und Radiomoderatorin Judith Wernli und FDP-Nationalrat Thierry Burkart.
Regierungsrat Markus Dieth mit Ehefrau Désirée.
Kurt Schmid, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbands mit Frau Franziska.
Joseph Meier (links), NAB-Verwaltungsratspräsident und Herrmann.
Grossratspräsident Benjamin Giezendanner und Frau Jasmin.
Die Gruppe Heimweh mit Sven Epiney.
Philipp Fankhauser sorgte für musikalische Unterhaltung.
Voting für die drei Kandidaten.
Weitere Bilder vom NAB-Award 2017.
Auftritt von Philipp Fankhauser.
Auftritt von Claudio Zuccolini.
Die Siegerin 2016: Marit Neukomm.
Roland Hermann, CEO der Neuen Aargauer Bank.
«Das ist eine grosse Motivation zum Weitermachen», sagt Markus Wopmann im Siegerinterview mit Moderatorin Sandra Studer.
Stolz hält Markus Wopmann seine Auszeichnung in die Höhe.
Wopmann setzte sich gegen den Sozialpädagogen Marco Nyffeler, der sein Leben jungen Menschen im Armenviertel in Ecuador verschrieben hat,...
...und gegen Rosmarie Hochuli, die der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt hat, durch.

Aargauer des Jahres 2017

André Albrecht

Eine Welt zusammengebrochen

Der 62-jährige hilft seit 30 Jahren Kindern, die Opfer von Misshandlungen wurden. Für ihn sei eine Welt zusammengebrochen, als er zum ersten Mal einen Fall von Kindsmisshandlung als Arzt erlebt habe, sagt Wopmann. Damals betreute er als junger Assistenzarzt ein 3-jähriges Kind, das an seinen schweren Misshandlungen starb.

In seiner Funktion brauche es den Mut, auch mal unbeliebte Entscheide zu treffen, sagte Wopmann auf der Bühne im Gespräch mit Moderatorin Sandra Studer. Kindsmisshandlung werde es wohl leider immer geben. Es müsse gelingen, das Bewusstsein dafür zu ändern, dass Körperstrafen völlig ungeeignet seien zur Erziehung, diesbezüglich sei in den letzten zwanzig Jahren schon viel erreicht worden.

Dank seiner Nomination für den NAB-Award sei das Thema nun vermehrt in den Medien präsent gewesen, sagt Wopmann. Darauf will er aufbauen und seine Kinderschutzarbeit weiterführen.

Vielfalt der Projekte

Jurypräsidentin und Nationalrätin Corina Eichenberger blickt auf ein gutes Jahr zurück. Aufgrund ihrer Funktion lese sie die Zeitung ganz anders, immer mit dem Blick darauf, wer alles einen Preis verdient hätte. Von Sven Epiney nach der grössten Überraschung gefragt, antwortete Eichenberger. "Die Vielfalt der Projekte."

Angesprochen auf die Arbeit in der Jury des NAB-Awards, sagt Eichenberger, man müsse argumentieren und überzeugen, manchmal gehe es etwas länger, aber letztlich liessen sich gute Lösungen finden. Und was wünscht sie sich für die Zukunft? "Möglichst viele interessante und vielfältige Projekte fürs nächste Jahr." (mwa/mbü)