Stetten

Gemeinde Stetten wehrt sich gegen die geplante Gnadenthalbrücke

Weil die Gemeinde Stetten erheblichen Mehrverkehr befürchtet, hat sie beim Kanton Einsprache gegen die neue Gnadenthalbrücke eingereicht. Sie will sich damit beim Kanton in erster Linie Gehör verschaffen, damit Massnahmen ergriffen werden.

Martin Rupf
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So soll sich die neue Gnadenthalbrücke zwischen Niederwil und Stetten dereinst präsentieren.

So soll sich die neue Gnadenthalbrücke zwischen Niederwil und Stetten dereinst präsentieren.

zvg

Der Kanton Aargau plant, die 100-jährige Reussbrücke zwischen Stetten und Niederwil für rund 13 Millionen Franken zu ersetzen. Das gefällt der Gemeinde Stetten überhaupt nicht. Sie hat nun beim Kanton Einsprache eingereicht.

Grund: Sie befürchtet durch die neue Brücke erheblichen Mehrverkehr – vor allem Schwerverkehr. Denn die heute einspurige Brücke soll durch eine leistungsfähige, zweispurige Brücke ohne Längen-, Gewichts- und Achsenbeschränkung für Lkw ersetzt werden.

Dadurch werde die Attraktivität der Kantonsstrasse für den Schwerverkehr wie auch den Individualverkehr erheblich gesteigert, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Flankierende Massnahmen werden gefordert

Der geplante Ersatz und Ausbau der Brücke habe in der Bevölkerung bereits vor Auflage des Projekts (2. September bis 1. Oktober) Unbehagen ausgelöst, schreibt die Gemeinde weiter. Der Gemeinderat nehme die Bedenken sehr ernst und teile die in der Bevölkerung vorhanden Befürchtungen bezüglich der zu erwartenden Verkehrszunahme.

Ziel der Einsprache sei es vor allem, sich beim Kanton Gehör zu verschaffen, damit dam drohenden Schwer- und Individualverkehr durch den Dorfkern rechtzeitig begegnet wirksam begegnet werden könne. Und weiter: «Die geplante Eröffnung einer neuen Gnadenthalbrücke vor Inbetriebnahme der Umfahrung Mellingen hätte für Stetten unzumutbare Verkehrsverhältnisse zur Folge.» Diese gelte es, zwingend mit flankierenden Massnahmen zu verhindern.