Leserbeiträge

Kurz vor dem Winterschlaf: In den Gärten unserer Leser sind die Igel aktiv

Dieser Tage erreichen uns immer wieder Fotos und Videos von Igeln, die in den Gärten unserer Leserinnen und Leser umherstreifen. Sehen sie die gesammelten Leserbeiträge in diesem Artikel.

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Leserin Romana Zumsteg hat diesen Igel in Sisseln entdeckt.
8 Bilder
Dieser Igel hat sichs zwischen zwei Schneckenhäusern bequem gemacht, aufgenommen von Alessandra Corina Widmer.
Igel in den Gärten unserer Leserinnen und Leser / Okt. 20, AZ
«Wer bist du denn?» Die Katze von Margot Hämmerli lässt sich kaum beeindrucken von diesem neugierigen Igel.
Igel haben übrigens (im gesunden Zustand) eine immerfeuchte Nase und kleine, nach vorne Gerichtete Augen. Aufgenommen von Margot Hämmerli
Leserin Michelle Boss-Martin hat diesen Igel noch erwischt, bevor er um die Ecke gehuscht ist.
Auch im Dunkeln kommt er wieder: der Igel von Michelle Boss-Martin.
Leser Wolfgang Fritsch hat diesen Igel im Garten seiner Mutter aufgenommen.

Leserin Romana Zumsteg hat diesen Igel in Sisseln entdeckt.

Zur Verfügung gestellt

Der Igel und der Winterschlaf

Igel gehören zu den sogenannten homiothermen (gleichwarmen) Tieren, die im Winter ihre Körpertemperatur herabsenken, um die Stoffwechselaktivität zu reduzieren und Energie zu sparen. Während des Winters – meist von November bis März/April – verkriechen sich Igel in ein gegen die Witterung geschütztes NEst, welche sie meist erst dann wieder verlassen, wenn die Temperaturen wieder steigen. Weibchen fallen in der Regel später in den Winterschlaf als ausgewachsene Männchen: Durch die Aufzucht der Jungen benötigen sie mehr Zeit, um sich genügend Fettreserven anzufressen.

Steigen die Temperaturen im Winter an, kann es passieren, dass ein Igel sein Winterquartier verlässt, um sich auf die Suche nach Nahrung zu begeben. Vor allem bei Jungtieren ist dann die Gefahr gross, dass sie kein geeignetes Nest zum Wiedereinschlafen finde.

Was tue ich, wenn ich im Winter einen Igel finde?

  • Begegnen Sie im Winter einem Igel, empfiehlt es sich, diesen erst zu beobachten. Hat er eine rundliche Gestalt, ist aktiv und macht bei Berührung eine Stachelkugel, ist der Igel vermutlich nicht krank. Einen gesunden Igel dürfen Sie nicht mit ins Haus nehmen.
  • Einem gesunden Igel können Sie im Winter damit helfen, indem Sie ihm an Ort und Stelle ein Schlafnest aufstellen. Dazu eignet sich ein Winterschlafhaus, das Sie etwa mit Stroh ausfüllen. Stellen Sie dieses Nest an einen ruhigen, schattigen Ort.
  • Wiegt der Igel weniger als 600 Gramm, können Sie ihm zudem etwas Katzenfutter hinstellen.
  • Wenn das Tier krank oder stark geschwächt ist, informieren Sie sich am besten bei einer Igelstation in Ihrer Nähe. Hilfsbedürftige Igel gehören in die Hände von Fachleuten. (mbr)